Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Stillstand darf es nicht geben"

WOCHENBLATT-Interview mit Buchholz' künftigem Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse (50)

os. Buchholz. Buchholz wird ab 1. November für sieben Jahre von Jan-Hendrik Röhse (CDU, 50) als Bürgermeister geführt. In der Stichwahl setzte sich der Erste Stadtrat deutlich mit 61,3 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen seinen Kontrahanten Joachim Zinnecker (Grüne, 38,7 Prozent) durch. Im Interview mit WOCHENBLATT-Redakteur Oliver Sander formuliert Röhse seine ersten Ziele.
WOCHENBLATT: Wann wich die Anspannung am Wahlabend?
Jan-Hendrik Röhse: Als die Ergebnisse der ersten sieben oder acht Wahlbezirke vorlagen, habe ich gemerkt, dass der Trend gut ist. Ich war vorab durchaus angespannt, ganz sicher war ich meiner Sache nicht.
WOCHENBLATT: Sie haben eine klare Mehrheit geholt. Wie werten Sie den Wählerauftrag?
Röhse: Ich habe im Wahlkampf klare programmatische Aussagen gemacht und werte das Ergebnis als Auftrag, diese umzusetzen. Ich will das Thema "Ostring" gar nicht auswalzen, aber wir müssen dringend die "östliche Umgehung" angehen und umsetzen. Politisch muss das Thema bis zur Kommunalwahl im Jahr 2016 durch sein.
WOCHENBLATT: Welche Vorhaben wollen Sie nach dem Amtsantritt am 1. November als erste angehen?
Röhse: Wir haben gleich die Haushaltsberatungen vor der Brust und damit den schwierigsten Brocken. Mit dem Etat können wir gleich Akzente für 2015 setzen. Zudem müssen wir uns um das Thema "Krippen" kümmern. Das werden wir aber bereits vor dem 1. November tun, denn die Ausweisung weiterer Krippenplätze duldet keinen Aufschub.
WOCHENBLATT: Ihnen wurde im Wahlkampf öffentlich vorgeworfen, als Sozialdezernent nicht immer im notwendigen Maß mit dem Rat kooperiert zu haben. Wie sehen Sie die künftige Zusammenarbeit zwischen dem Rat und dem Bürgermeister Röhse?
Röhse: Ich konnte den Vorwurf ehrlich gesagt nicht nachvollziehen. Klar ist doch, dass ich als Bürgermeister Mehrheiten im Rat für meine Vorhaben organisieren muss. Dabei ist es nicht wichtig, dass ich das CDU-Parteibuch habe. Ich werde auf alle Ratsmitglieder zugehen und keinen Konfrontationskurs einschlagen. Wichtig ist: Stillstand darf es in Buchholz nicht geben.
WOCHENBLATT: Herr Röhse, vielen Dank für das Gespräch.