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Sudanese im Kirchenasyl der jüdischen Gemeinde

Bea Trampenau, Geschäftsführerin der Begegnungsstätte Heideruh (Foto: archiv)

Verpatzte Abschiebung: Heideruh-Geschäftsführerin widerspricht Angaben des Landkreises

os. Buchholz/Pinneberg. Der sudanesische Flüchtling Ashraf Y.O. (34), der in Buchholz vergeblich auf seine Abschiebung nach Ungarn gewartet hatte (das WOCHENBLATT berichtete), lebt jetzt im Kirchenasyl in der jüdischen Gemeinde in Pinneberg.
Nach Zeitungsberichten wird der Landkreis Harburg sich zunächst nicht mehr mit dem Fall beschäftigen. Ashraf Y.O. kann ab 3. August in Deutschland Asyl beantragen, weil er sich dann offiziell seit sechs Monaten in Deutschland aufhält. Nach Angaben von Y.O.s Hamburger Anwalt Dieter Priem haben Flüchtlinge aus dem Sudan gute Chancen, in Deutschland ein Aufenthaltsrecht zu bekommen.
Derweil widerspricht die Geschäftsführerin der Begegnungsstätte Heideruh, Bea Trampenau, den Angaben des Landkreises Harburg zur verpatzten Abschiebung des Sudanesen. Ashraf Y.O. sei offiziell keine Uhrzeit für seine Abholung genannt worden. Beim Gespräch mit der Polizei und dem Rechtsbeistand am Abschiebetag sei es allein um die geplante Demonstration gegen die Abschiebung gegangen, so Trampenau. Nur einmal sei gefragt worden, ob Ashraf Y.O. zu sprechen sei. "Ich antwortete, dass er gerade seine geliehenen Dinge zurückbringt", erklärte die Geschäftsführerin. Der Flüchtling habe in der Nacht vergeblich in Heideruh gewartet. Auch am folgenden Tag sei Ashraf Y.O. nichts zum weiteren Vorgehen mitgeteilt worden, so Trampenau. Die Ausländerbehörde sei nicht erreichbar gewesen.