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Tempo 30: Buchholz soll an Modellversuch teilnehmen

In diesem Streckenabschnitt des Heidekamps vor der Kurve zum Kindergarten Kunterbunt wird in Kürze eine Tempo-30-Zone eingerichtet
os. Buchholz. Tempo 30 gewinnt in Buchholz zunehmend an Bedeutung. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses deutlich: Mehrheitlich empfahlen die Lokalpolitiker, dass die Verkehrsbehörde die Rahmenbedingungen der Teilnahme des niedersachsenweit geplanten Tempo-30-Modellversuchs prüft. Zudem soll ermittelt werden, ob es Möglichkeiten auf Fördermittel gibt.
Wie berichtet, soll das Modellprojekt ab Herbst 2017 über drei Jahre laufen. Die Landesregierung fördert das Programm mit rund 700.000 Euro. Ziel des Modellversuchs ist es, Daten über die Auswirkungen von Tempo 30 innerorts auf Lärm, Luft, Sicherheit und Verkehrsfluss zu erhalten. Eine flächendeckende Anordnung von Tempo 30 oder eine eine generelle Absenkung des innerörtlichen Tempos steht ausdrücklich nicht im Fokus.
Buchholz‘ Justiziarin Hilke Henningsmeyer versprach, sich des Themas so schnell wie möglich anzunehmen: „Derzeit wissen wir aber rein gar nichts über den Modellversuch, weil wir die Rahmenbedingungen noch nicht kennen.“
Gegen die Teilnahme votierte u.a. FDP-Fraktionsvorsitzender Arno Reglitzky. Es habe bereits genügend Modellversuche zu Tempo 30 gegeben. „Das bringt nichts und steigert noch den Schadstoffausstoß“, so Reglitzky. Beispiele konnte er auf Nachfrage von Ratsherr Peter Eckhoff (Buchholzer Liste) nicht nennen.
• Weiter ist man bei der Einführung einer Tempo-30-Zone in einem Streckenabschnitt des Heidekamps. Wie berichtet, gibt es in der Kurve vor dem Kindergarten Kunterbunt Gefährdungspotenzial, weil die Erzieherinnen mit den Kindern den vielbefahrenen Heidekamp täglich queren müssen, um von einem Kindergarten-Gebäude zum anderen zu gelangen.
Die Tempo-30-Schilder sollen noch vor den Sommerferien aufgestellt werden, erklärte Matthias Krohn, Leiter der Verkehrsbehörde. Es habe Verzögerungen gegeben, weil die Schilder Sonderanfertigungen seien. Diese sind laut Stadtsprecher Heinrich Helms notwendig, um alle Informationen - Strecke, Tempo 30 und die Dauer des Tempolimits - auf einem Schild unterzubringen. Die Anschaffunskosten für die Schilder belaufen sich auf rund 4.000 Euro.