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Tempo 30 in Buchholz-Sprötze: Neue Vorfahrtsregelung sorgt für Verwirrung

Dass Autofahrer von dieser Supermarkt-Abfahrt Vorfahrt haben, ist den meisten Verkehrsteilnehmern (noch) nicht bewusst
Autofahrer sind mit "rechts vor links" (noch) nicht vertraut / Petition für Wiederaufbau der Ampel
os. Sprötze.
Durchgehend Tempo 30, damit geänderte Vorfahrtsregelungen, Wegfall der Ampel: Die Verkehrssituation in der Ortsdurchfahrt in Sprötze hat sich in den vergangenen Wochen grundlegend geändert. Offenbar nicht nur zum Guten: Anwohner berichten von fast täglichen Beinahe-Unfällen, zudem fordern Bürger aus Sprötze in einer Petition den Wiederaufbau einer Bedarfsampel, die im Zuge der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt weggefallen ist. Das WOCHENBLATT hat sich vor Ort umgeschaut.
Den Neubau des örtlichen Edeka-Schreiber-Marktes nutzte die Stadt Buchholz, um die Niedersachsenstraße in Sprötze zu einer Tempo-30-Zone umzubauen. Flankiert wurde das mit vielen Haltestrichen auf der Straße und Schildern „Vorfahrt geändert“ - offenbar reichen diese Maßnahmen aber nicht aus. Ungewöhnlich ist zum Beispiel, dass Autofahrer, die vom Parkplatz des Edeka-Marktes auf die Niedersachsenstraße fahren, jetzt Vorfahrt haben - was viele Autofahrer auf der Ortsdurchfahrt nicht auf dem Schirm haben. Die von der Stadt aufgestellten Schilder „Vorfahrt geändert“ helfen wenig, weil die Frage bleibt: Welche Vorfahrt wurde wie geändert? Die Stadt sieht keine Möglichkeit, andere Schilder aufzustellen, weil in Tempo-30-Zonen grundsätzlich die Regelung „rechts vor links“ gilt.
Bei der Neugestaltung der Niedersachsenstraße wurde auch die Bedarfsampel entfernt, an der u.a. Schulkinder, Bahnreisende und Besucher des Friedhofs die Straße queren konnten. Bürger René Hamann hat jetzt eine Petition gestartet, um die Ampel wieder aufbauen zu lassen. „Es ist unbestritten, dass die Niedersachsenstraße weiterhin eine mehr als viel genutzte Hauptverkehrsstraße darstellt und die Anzahl der Fahrzeuge schnell die Größenordnung von vor dem Umbau erreicht hat“, erklärt Hamann. Er erwarte, dass alles unternommen wird, um die Fußgänger sicher durch die neue Ortsmitte zu bekommen. Den Einwand der Stadtverwaltung, dass es laut Straßenverkehrsordnung in Tempo-30-Zonen keine „Fußgängersignalanlagen“ geben darf, lässt René Hamann nicht gelten: In anderen Tempo-30-Zonen, etwa Am Kattenberge/Heimgartenstraße, stünden auch Ampeln.
• Die Online-Petition finden Sie unter www.change.org/p/sicher-durch-sprötze-die-ampel-muss-zurück.