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Thomas Grambow zum SPD-Landratskandidaten gewählt

Sichtlich gelöst: Thomas Grambow hielt nach der Abstimmung schon mal sein Wahlkampfplakat hoch
mi. Buchholz. Thomas Grambow (SPD), Verwaltungsfachwirt aus Neu Wulmstorf, ist der Kandidat der SPD für die Landratswahlen am 25. Mai. Grambow, der als Controller bei einer Krankenversicherung arbeitet, erhielt jetzt auf der Delegiertenversammlung der Kreis-SPD 98 Prozent aller Delegierten-Stimmen (57 von 58 Stimmen).
Davor musste SPD-Vorsitzender Klaus-Dieter Feindt allerdings noch über einen Antrag aus dem SPD-Ortsverein Jesteburg abstimmen lassen, der für Unruhe unter den anwesenden Sozialdemokraten sorgte. Hans-Jürgen Börner (SPD Jesteburg) beantragte, das Kandidatenverfahren zu beenden und stattdessen den Kandidaten der CDU, den derzeitigen Ersten Kreisrat Rainer Rempe, zu unterstützen.
Der Grund: Rainer Rempe sei der aussichtsreichere Kandidat und außerdem aufgrund seiner Qualifikation als Volljurist und zweiter Mann in der Kreisverwaltung ausgezeichnet für den Landratsposten geeignet. Hans Jürgen Börner: "Rainer Rempe hat auf Landrat studiert, es gibt keinen Besseren als ihn für das Amt." Rempe werde am Ende Landrat sein, so Börner weiter. Die SPD solle ihre Kräfte besser für die weiteren anstehenden Wahlen aufsparen.
Mit seiner Kritik stand der Jesteburger Sozialdemokrat allerdings auf verlorenem Posten. In mehreren Redebeiträgen machten die Genossen deutlich, dass die SPD an Thomas Grambow festhalten müsse.
"Ihr Antrag enthält keinen einzigen inhaltlichen Punkt. Sie schlagen vor, die SPD solle Herrn Rempe einzig wegen seiner Popularität unterstützen", so der SPD- Delegierte Thomas Handtke aus Neu Wulmstorf. Noch deutlicher wurde die stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende der SPD Tostedt, Christine Wüst-Buri: "Wer vorschlägt, jemanden zu unterstützen, der gerade erst in die CDU eingetreten ist, sollte sich überlegen, vielleicht aus der SPD auszutreten", so die Sozialdemokratin.
Am Ende schmetterte die Versammlung den Antrag aus Jesteburg bei einer Gegenstimme ab.
Sichtlich erleichtert bedankte sich Thomas Grambow für den Vertrauensvorschuss der Delegierten. Grambow: "Mir geht es darum, Gutes zu bewahren und Zukunft zu gestalten". Inhaltlich sprach Grambow den demographischen Wandel an, auf den sich der Landkreis vorbereiten müsse. Themen seien auch eine Verbesserung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs und die Schaffung weiterer qualifizierter Arbeitsplätze im Landkreis. Außerdem müsse der Landkreis mehr von der Nähe zu Hamburg profitieren. Auch die Kommunikation mit dem Bürger sei verbesserungswürdig. Zum Schluss forderte Grambow die Genossen auf: "Ich wünsche mir von Euch Solidarität, lasst uns alle zusammen in eine Richtung an einem Strang ziehen".