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Verzweifelte Suche nach einem Betreuungsplatz

Daniela und Jörg Derboven sind auf der Suche nach einem Betreuungsplatz für ihren Sohn Ben (3)

Oder: Wenn die Tagesmutter plötzlich ausfällt

os. Buchholz. Ein fehlender Betreuungsplatz für ein kleines Kind, unglückliche Zufälle, die Sorge um den Arbeitsplatz und Kommunikationsprobleme - das sind die Zutaten für den Fall der Familie Derboven in Buchholz.
Jörg und Daniela Derboven sind voll berufstätig. Er arbeitet im Gartenlandschaftsbau, sie beim Discounter Lidl. Die Probleme beginnen, als die Tagesmutter des jüngeren Sohnes Ben (3) - der ältere Dominik (9) geht zur Schule - kurzfristig aus gesundheitlichen Gründen aufhören muss. Die Derbovens besorgen einen neuen Platz bei Tagesmutter Jana Töffels, doch deren Vermieter verweigert die weitere Nutzung der Wohnung für die Kinderbetreuung (das WOCHENBLATT berichtete). Da kurzfristig kein Betreuungsplatz für Ben zu finden war und auch keine Familienangehörigen in der Gegend von Buchholz wohnen, bleibt Daniela Derboven zu Hause und kümmert sich um den Kleinen. Arbeitgeber Lidl kommt der Familie so weit wie möglich entgegen, mittlerweile arbeitet Daniela Derboven nur noch einen Tag in der Woche bei dem Discounter. "Ich hatte ein total schlechtes Gewissen gegenüber meinem Arbeitgeber und meinen Kolleginnen", sagt die Mutter.
In ihrer Not wenden sich die Derbovens an die Stadt Buchholz. Sie wollen sich schon im vergangenen Jahr bei allen Kindergärten auf die Warteliste gesetzt haben, bei der Stadt weiß man allerdings nichts von der Misere der Familie. Die Verwaltung reagiert schnell, bietet den Derbovens einen Notfallbetreuungsplatz in der Kita in Dibbersen an. Problem: Die Betreuung ist von 8 bis 12 Uhr begrenzt. Zu wenig für eine Arbeitnehmerin in Vollzeit.
Die Derbovens hoffen, dass doch noch irgendwo in Buchholz ein Betreuungsplatz in einem Kindergarten oder bei einer Tagesmutter frei wird. Wer helfen kann, meldet sich unter Tel. 04181-2326343.