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Waldschule Buchholz: Baumfällungen für Erweiterungbau

Baudezernent Stefan Niemöller (li.) erläuterte den Anwohnern die anstehenden Baumfällarbeiten
os. Buchholz. Mit umfangreichen Baumfällungen beginnen am kommenden Montag, 19. Februar, in Buchholz die Vorarbeiten für eines der derzeit größten Schulbauprojekte im Landkreis Harburg: den rund 8,4 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau für die Grund- und Oberschule Waldschule an der Parkstraße. Am vergangenen Mittwoch informierten Mitarbeiter der Buchholzer Stadtverwaltung um den neuen Baudezernenten Stefan Niemöller sowie Torben Homm (Forstbetriebsgemeinschaft Forstverband Jesteburg) bei einem Vor-Ort-Termin über die anstehenden Grünarbeiten. Mehr als 20 Anwohner sowie Mitglieder des Buchholzer Stadtrates waren dabei.
Wie berichtet, hatte sich das Hamburger Architektenbüro „H2K“ von Jan Hübener und Enrico Kleinke beim europaweiten Wettbewerb durchgesetzt. Mehr als 100 Bewerbungen trudelten bei der Buchholzer Stadtverwaltung ein, elf Büros schafften es in die letzte Phase. In dem dreistöckigen Neubau sollen 18 Klassenräume für die Oberschüler untergebracht, zudem jeweils sechs Funktions- und Gruppenräume sowie drei Besprechungszimmer. Rund die Hälfte der derzeit ca. 650 Waldschüler sind Oberschüler der Klassenstufen fünf bis zehn. Läuft alles glatt, soll der Neubau zu Beginn des Schuljahrs 2019/20 in Betrieb genommen werden.
72 Bäume müssen laut den Zählungen der Bauverwaltung am Rande des Buchholzer Stadtwaldes mindestens gefällt werden. Es sei möglich, dass weitere Bäume fallen müssen, wenn sie nicht mehr standsicher seien, betonte Forstexperte Homm. Er riet zudem, auch die Douglasien zu entfernen, die außerhalb des eigentlichen Baufensters und des Sicherheitsbereichs stehen. Grund: Die Nadelbäume neigten bei Sturm dazu, auch größere Äste abzuwerfen. „Bei Neupflanzungen würde man heute nicht mehr mit Douglasien arbeiten“, erklärte Homm. Baudezernent Niemöller betonte, dass man alles daran setzen werde, so viele Bäume wie möglich zu erhalten. Der ökologische Ausgleich soll auf einer Fläche in Trelde geschaffen werden.
Anwohner Axel Pahl fühlte den Verantwortlichen mit kritischen Fragen auf den Zahn und bekam nicht auf alles eine prompte Antwort. So muss im Nachklang des Termins geklärt werden, ob es ein ökologisches Gutachten gab, welche Bäume gefällt werden müssen und welches Grün stehen bleiben kann. Auch die Frage, wie sich der Verkehr an der Parkstraße künftig entwickelt, blieb unbeantwortet.
Die Baumfällarbeiten sollen rechtzeitig vor dem Beginn der Brut- und Setzzeit Anfang März beendet sein. Im April sollen die Bauarbeiten für den Hochbau ausgeschrieben werden, Baudezernent Niemöller rechnet mit einem Baubeginn Ende August/Anfang September.
Waldschul-Leiterin Kirsten Fuhrmann erklärte, wie wichtig der Erweiterungsbau sei. Derzeit platze die Schule aus allen Nähten. „Wir haben jede Kammer zu Unterrichts- und Gruppenräumen umgestaltet“, sagte Fuhrmann.