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„Warum ruht die Baustelle?“

Am Seppenser Mühlenweg wird derzeit ein neuer Kanal verlegt
Buchholz: Bauarbeiten am Seppenser Mühlenweg und mangelhafte Umleitungsstrecke verärgert die Anwohner
os. Seppensen.
Die Baustelle am Seppenser Mühlenweg wirft bei den Anwohnern Fragen auf: Es geht um die Geschwindigkeit der Baumaßnahme und die mangelhafte Umsetzung der Umleitung.
Wie berichtet, wird seit mehreren Wochen und noch bis ins neue Jahr hinein am Seppenser Mühlenweg sowie am Buchholzer Berg im Stadtteil Seppensen ein neuer Kanal gebaut. Dafür wurde ein Teil des Seppenser Mühlenwegs in eine Einbahnstraße umgewandelt, der Verkehr am Buchholzer Berg wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt und über eine Ampel geregelt. Das Problem aus Sicht der Anwohner: Gerade am Seppenser Mühlenweg ist kaum ein Vorankommen der Arbeiten zu sehen. „Man hat ein Loch in die Fahrbahn gemacht. Seitdem ruht die Baustelle und soll wohl auch noch bis zum Jahresende so ruhen“, kritisiert WOCHENBLATT-Leser Christoph Tiebel. Das WOCHENBLATT fragte bei der Stadt nach: „Die Bauarbeiten gehen normal weiter“, sagt Stadtsprecher Heinrich Helms. Wie beim Kanalbau üblich, spiele sich vieles unter der Erde ab. Derzeit würde unterirdisch gepresst, wobei sich die Bodenverhältnisse als schwierig erwiesen hätten. Die Arbeiten seien nur eine Woche in Verzug, betonte Helms. Grund dafür sei ein Brand auf der Baustelle (das WOCHENBLATT berichtete), bei der nicht nur ein Lkw und ein Bagger, sondern auch Baumaterial verbrannt seien.
Ein großes Ärgernis für die Anwohner ist auch die Umleitung, die über den wenige hundert Meter langen Sandweg „Am langen Jammer“ führt. In den vergangenen Wochen hielten sich nur die wenigsten Autofahrer an die dort geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 bzw. 10 km/h. Eigentlich sollte die Umleitung schon längst weiträumig über den Heidekamp und die Soltauer Straße führen. Problem: Die Baufirma, die für die Beschilderung der Umleitungsstrecke zuständig ist, hatte offenbar nicht bedacht, wie lange die Lieferung der Sonderschilder dauert. Folge: Die von der Stadt vor rund drei Wochen über die Medien - auch das WOCHENBLATT - angekündigte Verlegung der Umleitungsstrecke ließ bis dato auf sich warten. In ihrer Not baute die Baufirma am vergangenen Wochenende Schilder „Durchfahrt für Autos und Motorräder verboten“, versehen mit dem handschriftlichen (!) Zusatz „Für Busse und Fahrräder frei“ auf. Am Montag sollten diese Schilder nach Angaben von Heinrich Helms ersetzt und die weitläufige Umleitung endlich aktiviert werden.
Ob die Autofahrer die Straße „Am langen Jammer“ künftig meiden, wird sich weisen. Bislang missachteten viele Autofahrer die Verbots- und Gebotsschilder. Einige fuhren auch am Seppenser Mühlenweg entgegen der Einbahnstraße. Ein Wunder, dass dort noch kein Unfall geschehen ist.