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Wasserschaden: Kindergarten am Kattenberge wird für zwölf Wochen geschlossen

Der Kindergarten am Kattenberge wird für mindestens zwölf Wochen geschlossen. Die Krippe (re.) ist nicht betroffen
os. Buchholz. Wie kann es sein, dass das Gebäudemanagement einer Stadt den Wasserschaden in einer Kindertagesstätte übersieht, bis das Wasser 40 Zentimeter hoch in die Wände gezogen ist und die Einrichtung deshalb sofort geschlossen werden muss? Diese Frage stand am Mittwochabend im Mittelpunkt bei der Elternversammlung der Buchholzer Kindertagesstätte am Kattenberge. Mehr als 100 Eltern kamen in die Rathauskantine. Sozialdezernent Jan-Hendrik Röhse hatte keine Antwort auf die Frage. Dafür wissen die Eltern jetzt, wo ihre Kinder in den kommenden mindestens zwölf Wochen betreut werden.
Vor etwas mehr als zwei Wochen wurde der Wasserschaden in der rund 40 Jahre alten Kita entdeckt. Dort werden in fünf Gruppen 108 Kinder betreut. Ein Baubiologe nahm Proben. In den kommenden 14 Tagen soll feststehen, ob sich in der Kita Schimmel gebildet hat. Die 30 Kinder in der benachbarten Krippe sind nicht betroffen.
Grund für den Schaden war der Riss in dem Kupferrohr einer Druckwasserleitung. Offenbar war durch das kleine Loch schon seit langer Zeit Wasser in die Bodenplatte gelaufen und danach in die Wände gezogen. Eltern hatten sich bei der Stadt mehrfach über Mängel in der Bausubstanz und an der Heizungsanlage beschwert. Passiert ist nichts.
Innerhalb von einer Woche mussten Röhse und Kiga-Leiterin Sina Grote Alternativstandorte für die Kinderbetreuung benennen. 27 Kinder werden ab der kommenden Woche in der Grundschule Steinbeck am Kattenberge betreut, 30 Kinder im Bewegungsraum der Kita in Sprötze. Der Rest kommt in der Grundschule Trelde unter. "Wir wissen, dass das für alle Beteiligten eine schwierige Situation ist", sagt Dezernent Röhse. Im Notfall will die Stadt einen Fahrservice für die Kinder einrichten.
In den kommenden drei bis vier Wochen sollen die Räume des Kindergartens getrocknet werden. Röhse versprach, dass die durch den Wasserschaden betroffenen Gebäudeteile danach saniert werden. Zudem sollen etwaige weitere Mängel ermittelt und behoben werden. Die Kita werde erst wieder eröffnet, wenn Gutachter das Gebäude als unschädlich freigeben, betonte Röhse.
Die Kosten für die Sanierung übernimmt die Gebäudeversicherung der Stadt. Er rechne mit einer sechsstelligen Summe, erklärte Röhse. Ob die Stadt Mittel für weitere Renovierungsmaßnahmen bewilligt, ist angesichts der knappen Finanzmittel unwahrscheinlich. Im Haushalt 2014 sind bislang lediglich Mittel für Malerarbeiten vorgesehen. In den vergangenen 20 Jahren wurde die Kita am Kattenberge nicht gestrichen.
Eltern bemängelten