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Wenn Amtshilfe ausgenutzt wird

"Al Capone" lebt jetzt im Buchholzer Tierheim (Foto: Tierheim Buchholz)

Aggressiver Hund landet im Buchholzer Tierheim / "Stadt Winsen rührt sich überhaupt nicht"

os. Buchholz. "Wir vergeuden unsere Arbeitszeit für etwas, für das wir gar nicht zuständig sind." Rolf Schekerka, Vorsitzender des Buchholzer Tierschutzvereins, ist derzeit nicht gut auf die Stadt Winsen zu sprechen. Es geht um einen aggressiven Hund, der über Umwege aus Winsen ins Tierheim in Buchholz gelangt ist.
Schekerka schildert die Situation so: In der vergangenen Woche wurde die Winsener Polizei zu einem Streit in ein Mehrfamilienhaus gerufen. Dabei hätten die Beamten den im Treppenhaus angeleinten Mischling "Al Capone" gefunden. Dieser habe sich sehr aggressiv verhalten, sodass die Polizisten die Kollegen in Buchholz um Amtshilfe baten. Diese griffen ein und brachten das Tier ins Buchholzer Tierheim. Seitdem lebt der Hund in der Einrichtung am Holzweg.
Alle Bemühungen von Schekerka, mit der Stadt Winsen - die kein eigenes Tierheim mehr hat (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach) - in Kontakt zu treten, seien ergebnislos verlaufen. "Da rührt sich gar nichts, und wir können sehen, was wir mit dem Hund machen", ärgert er sich. "Al Capone" habe sich mittlerweile beruhigt, erklärt Tierheim-Leiterin Melanie Neumann. Offenbar habe der Hund in der Vergangenheit einiges mitgemacht. "Eigentlich ist er ein lieber Kerl", sagt Neumann. Bei ungewohnten Situationen sei er allerdings unsicher, was mitunter zu aggressiven Ausbrüchen führe.
Schekerka kündigt derweil an, in Zukunft nur noch Tiere aus Gemeinden aufzunehmen, die einen Kooperationsvertrag mit dem Tierheim geschlossen haben. Die Stadt Winsen gehört nicht dazu.