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Wer soll die dreckigen Kunstwerke säubern? Uneinigkeit zwischen Stadt und Kunstkommission

"Erbärmlicher Zustand": das Sandstein-Kunstwerk im Rathauspark (Foto: Gisela Rudolph)
os. Buchholz. Die drei Kunstwerke aus Sandstein, die im Rathauspark, in der Fußgängerzone an der Breiten Straße sowie vor dem Park- und Geschäftshaus Kabenhof an der Lindenstraße in Buchholz stehen, bieten ein immer traurigeres Bild und tragen zu dem Eindruck bei, dass die Nordheidestadt ein Sauberkeitsproblem hat (das WOCHENBLATT berichtete). Über die Frage, wer für die Säuberung der vermoosten Kunstwerke aufkommt, besteht zwischen der Buchholzer Stadtverwaltung und der Kunstkommission, die die Kunstwerke für mehr als 20.000 Euro anschaffte, offenbar Uneinigkeit.
„Die Kunstwerke sind in einem erbärmlichen Zustand“, kritisiert Christoph Selke, Ratsherr der Buchholzer Liste und Mitglied der Kunstkommission. Es könne nicht angehen, dass die Stadt ihre eigenen Sachwerte so wenig wertschätze und diese verkommen lasse. Er habe mehrfach das Gespräch mit Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse gesucht und diesem den Kostenvoranschlag für die Reinigung zukommen lassen. Demnach würde eine Grundreinigung der drei Sandsteinblöcke rund 3.000 Euro kosten. Danach würden sie mit einer Schutzschicht belegt, sodass sie künftig einfacher zu reinigen sind, so Selke.
Während Selke der Stadt die Reinigung als Aufgabe zuweist, sieht die Verwaltung die Kunstkommission in der Pflicht. Diese habe eine Reinigung abgelehnt, da diese den gesamten Zuschuss der Stadt aufbrauchen würde, erklärt Stadtsprecher Heinrich Helms. Die Kunstkommission wolle mit der Reinigung warten, bis über einen möglichen neuen Standort für die Kunstwerke entschieden ist, so Helms. U.a. sei das neue Bahnhofsviertel „Canteleu Quartier“ als Standort im Gespräch.
Das „Canteleu Quartier“ wird allerdings frühestens im Jahr 2019 fertig. Wie die Kunstwerke dann wohl aussehen? Vielleicht sollten sich die Stadt und die Kunstkommission noch einmal zusammensetzen, denn der derzeitige Anblick ist für jeden Passanten eine Zumutung.