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Werbepylon für Dibbersen bleibt weiter ein Thema

Das Luftbild zeigt es deutlich: Die "B75 neu" verschwindet vor und neben dem Ortseingang Dibbersen in einem tiefen Trog. Oben: der neue Mega-Kreisel (Foto: Manuel Kühl)

Parteiloser Bürgermeister-Kandidat Ronald Bohn kritisiert CDU-Chef Horend und Ortsbürgermeisterin Eschment-Reichert

rs. Dibbersen. Die Auseinandersetzung um die Aufstellung eines rund 30 Meter hohen Werbepylons an der "B75 neu" bei Dibbersen geht weiter. Der parteilose Bürgermeister-Kandidat Ronald Bohn sieht in der Kritik von Buchholz' CDU-Parteichef Christian Horend und SPD-Ortsbürgermeisterin Gudrun Eschment-Reichert vor allem auch vermeintlich private Belange im Vordergrund.
Wie berichtet, wollen einige Unternehmen an der Dibberser B75 in Dibbersen mit einem Pylonen an der neuen Umgehungsstraße werben. Die Befürchtung der Inhaber: Mit Freigabe der "B75 neu" als direkter Autobahnzubringer werden ihre Unternehmen von potentiellen Kunden nicht mehr wahrgenommen. Bisher ist die Ortsdurchfahrt Dibbersen eine reine Gewerbemeile vor der Autobahn. Immerhin rund 125 Mitarbeiter verdienen hier ihr Geld.
Reichert und Horend wohnen in Sichtweite des möglichen Pylonen-Standortes. Sie meinen, den Geschäftsleuten im Ort sei der Bau der Umgehungsstraße lange genug bekannt gewesen, man habe ihnen zudem einen 8,50 Meter hohen Pylonen angeboten. Das, was jetzt beabsichtigt werde, sei unzumutbare "Lichtverschmutzung".
Dazu Ronald Bohn: "Im gültigen Bebauunsplan für diesen Bereich von Dibbersen wurde den Gewerbetreibenden tatsächlich eine Werbemöglichkeit bis 8,50 Meter Höhe eingeräumt. Wäre man der ursprünglichen Planung für den Bau der Umgehungsstraße gefolgt, wäre das auch ausreichend gewesen."
Doch Jahre nach der letzten Baugenehmigung für Gewerbe an der B75-Ortsdurchfahrt sei man im Buchholzer Rathaus auf die Idee gekommen, die "B75 neu" rund acht Meter in die Erde zu bauen. Bei dieser Entscheidung sein die Zukunft der Betriebe völlig außer Acht geblieben. Denn bei dem jetzigen Böschungswinkel sei ein 8,50 Meter hohes Werbeschild nicht mehr zu sehen.
Dabei sei noch im Rahmen der Dorferneuerung für Dibbersen mehrfach bekräftigt worden, dass bei allen weiteren Planungen die Geschäfte und Betriebe entlang der Bundesstraße berücksichtigt werden sollen. Bohn: "Warum hat Frau Eschment-Reichert nach der Planänderung nicht frühzeitig das Gespräch mit den Unternehmen gesucht?"
Im Übrigen sei es fatal, mit Begriffen wie "Lichtverschmutzung" im Ort die Stimmung aufzuheizen. Der Bürgermeister-Kandidat: "Keiner hat die Absicht, hier ein Stadion-Flutlicht zu installieren." Wenn man sich ein wenig mit der Materie befasst, erfahre man, dass es durchaus Lichtquellen gebe, die Flora-, Fauna- und Anwohner verträglich sind.
Wie berichtet, war kürzlich mit einem 28 Meter hohen Steiger die Situation „Pylon in der Landschaft“ simuliert worden. Die Interessengemeinschaft der Gewerbetreibenden will jetzt von einem Ingenieurbüro die Sichtwinkel auf einen Pylonen berechnen lassen. Bohn: "Wir wollen mit Fakten in die nächsten Gespräche gehen."