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Widerstand gegen den Schweinemaststall

Die FDP hat eine Skizze erstellt: Mitten in der Landschaft soll der neue Schweinemaststall gebaut werden (Foto: FDP Buchholz)
os. Buchholz. Noch nicht in trockenen Tüchern ist der geplante Bau eines Schweinemaststalls im Landschaftsschutzgebiet in Buchholz-Meilsen. Verschiedene Parteien, allen voran die Buchholzer FDP, machen Front gegen das Bauvorhaben. Der Verwaltungsausschuss soll am morgigen Donnerstag, 5. Dezember, abschließend über den Neubau entscheiden.
Wie berichtet, möchte Landwirt Heinz Becker auf einer freien 121.000-qm-Fläche zwischen Wenzendorfer Straße und der Meilsener Straße einen Maststall für 1.080 Schweine sowie einen Güllebehälter bauen. Die Verwaltung hatte das Vorhaben als sogenannten Einvernehmensfall in den Bauausschuss getragen. Dort erfuhren viele Politiker zum ersten Mal von der Planung. Weil Fragen offen blieben, zog die Politik den Fall noch einmal an sich.
"Die Erschließung ist noch ungeklärt, es wird aber viel Verkehr entstehen", kritisiert FDP-Ortsvereinsvorsitzender Wilhelm Pape. Zudem sei eine Geruchsbelästigung durch westliche Winde für die Ortschaft Steinbeck zu befürchten. Darüber hinaus sei der Bau einer Schweinemastanlage in Gebieten nicht erlaubt, die für die Erholung besonders wichtig sind, so Pape. Das sei bei dem geplanten Standort der Fall.
Die Buchholzer Verwaltung und die beteiligten Behörden, u.a. der Landkreis Harburg, haben keine Einwände gegen den Maststall. Der Neubau sei "nicht vermeidbar" und biete alle Voraussetzungen für ein priviligiertes Bauvorhaben. Die Abstände zur Wohnbebauung und zum Wald seien groß genug.
Die Verwaltung sieht auch keine Probleme in der räumlichen Nähe des geplanten Maststalls zur bestehenden Anlage an der Meilsener Straße. Dort wolle der Betreiber die Zahl der Tiere von derzeit 460 auf 350 Schweine reduzieren. Beide Mastanlagen lägen rund 600 Meter auseinander und seien deshalb nicht als eine Anlage zu werten. Hintergrund: Ein Maststall mit mehr als 1.500 Tieren wäre am geplanten Standort nicht möglich.
Landwirt Becker wollte sich nicht im Detail zu dem politischen Gegenwind äußern. "Ich warte die Entscheidung des Verwaltungsausschusses ab, dann sehen wir weiter", sagte er dem WOCHENBLATT. Neben der FDP haben auch SPD und Grüne Bauchschmerzen mit dem geplanten Neubau. Nur die CDU steht fest hinter ihrem Partei-Kollegen Becker.