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Wildschweinjagd im Wohngebiet

Die Wildschweine im Steinbachtal in Buchholz dürfen jetzt geschossen werden (Foto: archiv)

Berufsjäger darf im Steinbachtal Tiere erlegen

os. Buchholz. Jetzt geht es den Wildschweinen im Steinbachtal in Buchholz endgültig an den Kragen: Die Verwaltung hat einem Berufsjäger eine Schießerlaubnis zur Jagd auf die Schwarzkittel erteilt. Noch in diesem Monat soll das erste Tier geschossen werden.
Wie berichtet, hat sich eine Wildschweinrotte in unbekannter Größe seit zwei Jahren in unmittelbarer Nähe zur Wohnbebauung eingerichtet und immer wieder für große Schäden in den Gärten der Anwohner gesorgt. Mit dem weitläufigen Wald, dem Wasserlauf und dem Schilf zum Verstecken finden die schlauen Tiere im Steinbachtal optimale Lebensbedingungen vor.
Die bisherigen Maßnahmen, auf die sich Stadt, Landkreis, Polizei und Jägerschaft geeinigt hatten, blieben ohne Erfolg. Die Tiere reagierten nicht auf das Vergrämungsmittel "Hukinol", das bis dato an mehreren Stellen in kleinen Flaschen ausgehängt wurde. Die Jäger verwarfen zudem die Idee, die Tiere in Lebendfallen zu locken und dort die Leitbachen zu erlegen.
Derzeit errichtet der Berufsjäger, dessen Namen die Stadt nicht nennen will, im Steinbachtal einen Hochsitz. Von dort will er die Rotte beobachten und dann Tiere gezielt erschießen. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr, sagt Stadtsprecher Heinrich Helms. Der Jäger sei erfahren und werde nur dann tätig, wenn kein anderes Lebewesen - egal, ob Mensch oder Tier - gefährdet sei, so Helms.
Die Kreisjägerschaft steht dem Berufsjäger nach Angaben von Kreisjägermeister Norbert Leben mit Rat und Tat zur Seite. Die Stadt sei jedoch Herr des Verfahrens. "Wir werden uns nicht einmischen, weil viele Köche den Brei verderben", erklärt Leben.
Die Anwohner setzen große Hoffnungen in die Jagd. "Die Situation ist in den vergangenen Monaten nicht besser geworden", sagt Anwohnerin Maike Rehfeldt. Ihr Garten wurde von der Rotte wiederholt umgepflügt. Eigentlich seien ihr von Seiten der Stadt Maßnahmen zur Vertreibung der Wildschweine lange zugesagt worden. Maike Rehfeldt: "Ich hoffe, dass die Jagd erfolgreich ist und wir dann endlich unsere Ruhe haben."