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Windkraft - nicht vor unserer Tür!

Die Nutzung der Windkraft bleibt auch in den nächsten Jahren ein großes Thema im Landkreis Harburg (Foto: archiv)

Derzeit keine neuen Anlagen / Bau weiterer Räder wird in die Zukunft verlagert


rs. Landkreis. Es hört sich gut an: Der Planungsausschuss des Kreistags schlägt vor, die Zahl der Windräder im Landkreis zu verdoppeln. Derzeit drehen sich 63 Windkraftanlagen auf Kreisgebiet. Auf 29 von der Kreisverwaltung ausgesuchten Flächen könnten 67 weitere Anlagen entstehen.
Doch das könnte sich schnell als Mogelpackung entpuppen. Alle neuen Flächen müssen durch umfangreiche Planverfahren mit Bürgerbeteiligung. Gerade erst hat eine Tangendorfer Bürgerinitiative ein Areal an der Grenze zum Kreis Lüneburg gekippt. Und: Auch eine weitere ausgewiesene große Vorrangfläche soll wegfallen - in Neu Wulmstorf. Jetzt geplant: Für die Windparks in Evendorf, Pattensen, Quarrendorf/Brackel Ramelsloh und Wulfsen soll es Erweiterungsmöglichkeiten geben. Und an acht Standorten sollen neue Flächen ausgewiesen werden: in Winsen-Roydorf, den Elbmarsch-Gemeinden Ardestorf und Avendorf-Bütlingen, in Toppenstedt, Gödenstorf und Puttensen-Röndahl (Salzhausen) und in Daerstorf und Regesbostel (Hollenstedt). Aber überall droht Bürger-Ungemach nach dem Motto: Windkraft ja, aber nicht bei uns. Kein Wunder, dass Landkreis-Politiker jetzt sogar in Gebiete ausweichen wollen, die von der Kreisverwaltung wegen dichter Vogelpopulation als ungeeignet angesehen werden. Im Übrigen liegen derzeit der Kreisverwaltung keine Windrad-Bauanträge vor, die Aussicht auf Erfolg haben.