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"Wir kämpfen um jede einzelne Stimme"

"Wir wollen die mit Abstand stärkste Fraktion werden": Michael Grosse-Brömer (Foto: Tobias Koch)

WOCHENBLATT-Interview mit Michael Grosse-Brömer, parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

(os). Die letzte Debatte im deutschen Bundestag in der ablaufenden Legislaturperiode ist vorbei. In den verbleibenden zwei Wochen bis zur Bundestagswahl haben die Kandidaten nun die Chance, sich vor Ort um den Endspurt zu kümmern. Das WOCHENBLATT sprach darüber mit Michael Grosse-Brömer (56), parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion aus Brackel (Landkreis Harburg):
WOCHENBLATT: Zwei Wochen vor der Bundestagswahl liegt die Union in allen Meinungsumfragen klar vor der SPD. Was ist Ihre Erklärung dafür?
Grosse-Brömer: Zum einen stellen wir die Bundeskanzlerin, die Deutschland sicher und mit viel Erfahrung durch unruhige Zeiten führt. Die Menschen vertrauen Angela Merkel weit über unsere Stammwählerschaft hinaus. Auch inhaltlich haben wir das richtige Angebot. Im Gegensatz zu unseren Mitbewerbern wollen wir die Rahmenbedingungen für die Schaffung von Arbeitsplätzen weiter verbessern. Denn wir wissen, dass eine starke Wirtschaft Voraussetzung ist für einen starken Sozialstaat. Und wir geben die richtigen Antworten auf alle Fragen der inneren Sicherheit.
WOCHENBLATT: Ist die Bundestagswahl also schon entschieden?
Grosse-Brömer: Keineswegs. Wir müssen und werden bis zum 24. September weiter um jede einzelne Stimme kämpfen. Wahlkampf gehört zur Demokratie. Diesmal macht er mir übrigens besonders viel Spaß. Ich spüre in unzähligen Gesprächen, dass unser personelles und inhaltliches Angebot die Menschen überzeugt.
WOCHENBLATT: Was sind für Sie die wichtigsten politischen Schwerpunkte nach der Wahl?
Grosse-Brömer: Durch unsere Haushaltspolitik haben wir Spielräume geschaffen, die wir gezielt für Investitionen in Bildung, Infrastruktur und auch für die Entwicklungszusammenarbeit nutzen werden. Ganz besonders werden wir Familien mit  Kindern fördern, z. B. durch Entlastungen bei der Einkommenssteuer, ein höheres Kindergeld, das neue Baukindergeld und Freibeträge bei der Grunderwerbssteuer. Höchste Priorität hat für uns auch weiterhin die innere Sicherheit. So werden wir die Zahl der Bundespolizisten um 15.000 Stellen erhöhen.
WOCHENBLATT: Putin, Erdogan und auch Trump und der Brexit: Die internationale Lage ist angespannt. Wie soll Deutschland darauf reagieren?
Grosse-Brömer: Wir müssen auch mit schwierigen Gesprächspartnern im Dialog bleiben und versuchen, Probleme zu lösen und eine Eskalation von Spannungen zu verhindern. Wohl niemand kann das derzeit besser als Angela Merkel, die ja weltweit über enormes Ansehen verfügt.
WOCHENBLATT: Gibt es für Sie einen Wunsch-Koalitionspartner nach der Wahl?
Grosse-Brömer: Nein. Für uns ist entscheidend, dass CDU/CSU weiterhin die mit Abstand stärkste Fraktion im Bundestag stellen und Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Nach der Wahl werden wir mit allen demokratischen Parteien reden und schauen, mit wem wir die meisten unserer Ziele durchsetzen können.
WOCHENBLATT: Herr Grosse-Brömer, vielen Dank für das Gespräch.