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Wird Buchholz jetzt endlich sauberer?

Besonders schmutzige Ecke: der Fußgängertunnel zwischen Bahnhof- und Lindenstraße

Anträge aus der Politik: Verschandelung durch Graffiti und Müll soll gestoppt werden

os. Buchholz. "Dreckstadt Buchholz?" titelte das WOCHENBLATT im Oktober 2017 und zeigte viele Schmuddelecken in der Nordheidestadt auf, die durch Graffiti und Müll verschandelt sind. Viel sauberer ist Buchholz nicht geworden, eine Tatsache, die jetzt die Politik auf den Plan ruft.
Die Gruppe AfD-Stehnken regt an, im Kampf gegen Graffiti ein Faltblatt aufzulegen, in dem der Rat der Stadt Buchholz die Bürger für das Thema sensibilisiert. Weiterhin solle der Stadtrat einen Appell an die Eltern, Schulen, Kitas und Kirchen in Buchholz richten. "Dieses Thema gehört in den Familien, Schulklassen und allen Jugendgruppen auf die Tagesordnung", fordert Gruppensprecher Rainer Sekula. Zudem sollen Täter, die auf frischer Tat ertappt werden, für die Kosten der Reinigung herangezogen werden. "Solche Schmierereien sind kein Spaß und kein Kavaliersdelikt", so Sekula.
In den vergangenen zwei Jahren habe sich das Graffiti-Poblem deutlich verschärft, erklärt Stephanie Spieth, Vorstandsmitglied des AfD-Ortsvereins Buchholz. Offenbar gehe der Respekt vor fremdem Eigentum zunehmend verloren. Stephanie Spieth hat mit ihrer Kamera mehr als 250 Graffiti im Buchholzer Stadtgebiet eingefangen. "Die Situation ist schlimm", sagt sie.
Die Graffiti-Sprayer erinnern sich in Buchholz auch schon lange nicht mehr an das ehemals eiserne Gesetz, dass die Werke von anderen Graffiti-Künstler nicht angetastet werden. Ein Beispiel ist die Szenerie aus der Buchholzer Fußgängerzone, die Graffiti-Künstler Andreas Litzba an eine Wand im Fußgängertunnel zwischen der Bahnhof- und der Lindenstraße gemalt hatte. Schon lange ist das Kunstwerk überlagert von sinnlosen Schmierereien ohne jeden künstlerischen Wert.
Besonders betroffen in Buchholz sind zudem Schaltkästen entlang den Hauptstraßen. Hier hat die CDU jüngst den Antrag gestellt, Schaltkästen durch regionale Künstler gestalten zu lassen (das WOCHENBLATT berichtet). Vielleicht gelingt es der Politik ja, Buchholz durch gemeinsame Anstrengungen und einen Schulterschluss sauberer zu machen. Ansonsten kann man das Fragezeichen in "Dreckstadt Buchholz?" endgültig durch ein Ausrufezeichen ersetzen.