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Wohnbauentwicklung: Politik ist jetzt gefordert

Für die Bauverwaltung ideal für Wohnungsbau und Einzelhandel: das sogenannte "City Center II"-Grundstück an der Schützenstraße
os. Buchholz. Soll Buchholz wachsen und wenn ja, wo? Darüber ist in in der Nordheidestadt eine Diskussion entbrannt. Auslöser ist der Antrag der FDP-Ratsfraktion, Flächen in der Nähe des Finanzamtes zu entwickeln (das WOCHENBLATT berichtete). Auslöser des FDP-Antrages ist eine Broschüre, in der die Stadt Buchholz alle potenziellen Flächen zur Ausweisung neuer Baugebiete bzw. zur Nachverdichtung aufgelistet hat. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Jetzt muss die Politik zügig eine Diskussion anschieben, welche Neubauprojekte umgesetzt werden sollen", sagt Buchholz' Baudezernentin Doris Grondke.
Im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) wurden die Potenziale von mehr als 40 Flächen - private und städtische - benannt. "Wir haben alle Grundstücke auf links gedreht", sagt Grondke. Es sei Nachfrage in allen Wohnsegmenten vorhanden. Dem müsse man gerecht werden, egal ob im geförderten Wohnungsbau oder bei Eigenheimen. "Gerade preisgünstiger Wohnraum wird stark nachgefragt", erklärt die Baudezernentin.
Die Stadt empfehle den Grundsatz, erst Flächen in der Innenstadt weiterzuentwickeln, ehe weitere Neubaugebiete am Stadtrand ausgewiesen werden. "Die Ortsteile müssen aber auch moderat wachsen können", sagt Grondke. Das City-Center-II-Grundstück an der Schützenstraße/Ecke Adolfstraße hat für die Bauverwaltung das größte Entwicklungspotenzial. Es erhielt 44 von 47 möglichen Punkten - vor allem, weil es mitten in der Innenstadt liegt und im Eigentum der Stadt ist. Bis zu 41 Wohneinheiten wären laut Studie möglich, zudem wäre Einzelhandel in einem Neubau denkbar.
Im Februar soll ein Abschlussforum zum ISEK mit Bürgerbeteiligung stattfinden. Die Politik ist jetzt gefordert, sich bis dahin auf eine Linie zur Wohnbauentwicklung zu einigen - möglichst in einem breiten, interfraktionellen Konsens.

Lesen Sie auch ein Interview mit Ex-Bürgermeister Götz von Rohr zum Thema Wohnbauentwicklung. Sie finden es hier