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Wohnen auf dem Ritscher-Gelände

Maschinenbau nur noch bis Sommer 2015: Dann soll das Ritscher-Gelände in Sprötze bebaut werden

Häuser statt Produktionshallen: In Sprötze sollen bis zu 50 Wohneinheiten entstehen

os. Sprötze. 70 Jahre lang stand das "Ritscher-Gelände" in Sprötze für modernen Maschinenbau. Dort wurden u.a. innovative Schneidemaschinen gefertigt. Jetzt soll das rund 5,28 Hektar große Areal zum Wohnquartier umgenutzt werden: Bis zu 50 Wohneinheiten sollen an der Bürgermeister-Kröger-Straße entstehen. Das sieht der Bebauungsplan-Entwurf vor, der am 12. November (18.30 Uhr, Rathauskantine) im Planungsausschuss vorgestellt wird.
Der jetzige Eigentümer des Geländes, die Seevetaler Firma Gerhard Busch GmbH, hat das Areal an die May-Unternehmensgruppe aus Itzehoe verkauft. Diese hat in Buchholz u.a. den Aldi-Markt am Sprötzer Weg gebaut. Wie berichtet, hatte Busch die damalige Firma Schneider Senator auf dem Ritscher-Gelände im Jahr 2009 übernommen. "Wir haben von Anfang an betont, dass wir die Zusammenlegung beider Firmen an unserem Stammsitz in Meckelfeld anstreben", sagt Busch-Geschäftsführer Ekkehardt Busch. Der gesamte kaufmännische Bereich, der Vertrieb, die Buchhaltung und teilweise die Fertigung von Kleinteilen seien bereits nach Meckelfeld umgezogen, der Rest der Produktion folge bis voraussichtlich Sommer 2015, so Busch. "Man kann an den Autos auf unserem Parkplatz erkennen, dass wir immer weniger in Sprötze produzieren", erklärt Busch. Alle Mitarbeiter aus Sprötze würden in Meckelfeld übernommen, betonte er.
Parallel wird der B-Plan für das Areal vorangetrieben. Er sieht verschiedene Wohnformen vor. Demnach sind im Übergangsbereich zum Bestand "Am Versberg" nur Einzelhäuser zugelassen. Im Kerngebiet sollen zweigeschossige Häuser ohne ausbaufähiges Dachgeschoss entstehen, direkt an der Bürgermeister-Kröger-Straße sind drei Gruppen mit je vier Reihenhäusern vorgesehen.
Ob alle im Plan vorgesehenen Häuser auf der Westseite des Ritscher-Geländes gebaut werden können, steht noch nicht fest. Grund ist die Nähe zum benachbarten Fußballplatz des TSV Sprötze. Dieser ist stark frequentiert, der TSV hat 13 Jugend- und Herrenmannschaften im Spielbetrieb. "Da könnte es zu Nutzungskonflikten kommen", sagt TSV-Vorsitzender Ronald Bohn. Wohnhäuser müssen mindestens einen Abstand von 35 Metern zu Sportplätzen haben.
In dieser Woche schickt Bohn die Nutzungszeiten des Trainingsplatzes an die Stadtverwaltung, damit sie gleich in den B-Plan mit aufgenommen werden können. Offenbar will die Stadt so von vornherein Streitereien wie beim Kunstrasenplatz an der Wiesenschule vermeiden. Dort klagen Anwohner gegen die übermäßige Nutzung des Sportplatzes.