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"Wollen die Vielfalt erhalten"

Für große Veranstaltungen, wie hier das Stadtfest im vergangenen Jahr, werden in Buchholz jetzt Sicherheitskonzepte verlangt (Foto: archiv / as)

Interfraktioneller Antrag: Verwaltung soll Richtlinie für Sicherheitskonzepte entwickeln

os. Buchholz. In der Diskussion über Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen gibt es jetzt einen Vorstoß des Buchholzer Stadtrates: In einem interfraktionellen Antrag fordern die Lokalpolitiker die zeitnahe Verabschiedung einer zwischen Stadtverwaltung, dem Ordnungsausschuss und den Sicherheitsbehörden, z.B. der Polizei, abgestimmten Richtlinie „Sicherheitskonzepte für Veranstaltungen“.
Wie berichtet, hatte es im Vorfeld des Oldtimertreffens in Dibbersen Unstimmigkeiten zwischen Verwaltung und Veranstalter gegeben, weil Organisator Heiner Frommann das geforderte Sicherheitskonzept für viel zu aufwendig hielt. Im ersten Anlauf war das von Frommann, Ortsbürgermeister Christian Horend (CDU) und DRK-Kreisbereitschaftsleiter Jan Bauer aufgestellte Konzept von der Verwaltung nicht akzeptiert worden. Erst im zweiten Anlauf stimmte die Ordnungsbehörde zu. Frommann hatte kritisiert, dass mit den detaillierten Sicherheitskonzepten das Engagement privater Veranstalter gebremst werde. Die Polizei hatte dagegen betont, dass es wichtig sei, wenn sich Veranstalter vorher Gedanken zu möglichen Gefahrenpotenzialen machen.
Horend startete nun den Vorstoß und brachte die meisten Ratsfraktionen hinter sich.
Die Anregung der Polizei, vor der Durchführung von Veranstaltungen bestimmte Gefahrenlagen zu prüfen bzw. auszuschließen, sei grundsätzlich zu begrüßen, erhöhe sie doch die Sicherheit der Besucher. „Auf der anderen Seite stellte diese Anforderung die vielen Veranstaltungsorganisatoren in unserer Stadt, deren Hauptbetätigungsfeld in der Regel nicht das Veranstaltungsmanagement ist, vor große und teilweise unlösbare Herausforderungen“, heißt es im Antrag.
Um das zu ändern, soll jetzt die Richtlinie erlassen werden, damit Verwaltung und Veranstalter Sicherheit haben, welche Punkte in einem Sicherheitskonzept abgefordert werden. Unter anderem soll die Größe der Veranstaltung festgelegt werden, ab der ein Sicherheitskonzept notwendig ist. Wenn das der Fall ist, soll es zwingend einen Vorort-Termin zwischen Verwaltung und Veranstalter geben, um mögliche Gefahrenpotenziale zu definieren. Hintergrund: Bisher wurden die Sicherheitskonzepte per E-Mail hin- und hergeschickt, die Verwaltung machte sich vor Ort kein Bild. Letztlich fordern die Parteien in ihrem Antrag die „Bereitstellung von fachlicher, personeller und materieller Unterstützung bei der Erstellung des erforderlichen Sicherheitskonzeptes.
„Wir wollen die bunte Veranstaltungsvielfalt in Buchholz erhalten, den Verwaltungsaufwand im Vorfeld aber schlank halten“, betonte Christian Horend.