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Zoff um Weihnachtsmarkt

Die Krippe ist ein Markenzeichen des Buchholzer Weihnachtsmartks (Foto: archiv / ah)

Buchholz: Kirche und Teile der Politik kritisieren frühen Beginn am 20. November

os. Buchholz.
Um den Buchholzer Weihnachtsmarkt ist ein Streit entbrannt. Grund: Das Fest beginnt in diesem Jahr bereits am 20. November und damit so früh wie noch nie. Erste Anträge aus der Politik sind bereits eingegangen, künftig den Weihnachtsmarkt später beginnen zu lassen.
Auslöser der Diskussion ist ein Brief der Pastoren Brigitte Bittermann und Michael Wabbel von der St.-Paulus-Kirchengemeinde. Sie hätten den frühen Beginn des kommerziellen Weihnachtsmarkts "mit großem Befremden" zur Kenntnis genommen. Damit werde die Tradition durchbrochen, die im November in den stillen Tagen "Zeit und Raum lässt für Lebensfragen, die sonst kaum ihren Platz finden". In diesem Jahr beginnt der Weihnachtsmarkt auf dem Peets Hoff bereits vor dem Buß- und Bettag (22. November) und dem Totensonntag (27. November). Man vermute wirtschaftliche Aspekte hinter der Entscheidung, schreiben Bittermann und Wabbel: "Als Kirche bedauern wir diese Entscheidung. Kommunales Zusammenwirken und gegenseitiger Respekt sind uns wichtig."
Im Buchholzer Stadtrat räumte Jan Bauer, CDU-Ratsherr und Vorsitzender des Vereins Buchholz Marketing, der den Weihnachtsmarkt veranstaltet, jüngst ein, dass man den Schaustellern ein attraktives Angebot machen wollte. Man befinde sich in Konkurrenz zu anderen Weihnachtsmärkten, so Bauer. "Auch wir sind mit dem frühen Beginn nicht wirklich glücklich", betonte er. Allerdings ließen bereits geschlossene Verträge keine Verschiebung mehr zu, ergänzte Bürgermeister Jan-Hendrik Röhse. Bauer erklärte, dass man die Entwicklung genau beobachten werde, um ggf. selbst über eine zeitliche Verlegung nach hinten zu entscheiden.
Linken-Ratsherr Udo Antons hatte im Stadtrat vergeblich versucht, per Dringlichkeitsantrag eine Verlegung um eine Woche nach hinten bereits in diesem Jahr zu erreichen. Der Rat sah mehrheitlich keine Dringlichkeit. Die AfD-Ratsfraktion hat zwei Tage nach der Ratssitzung einen Antrag formuliert, nach dem der Weihnachtsmarkt künftig frühestens am 1. Dezember beginnen soll. Stille und Besinnung würden bei einem zu frühen Beginn "unangemessen zurück gedrängt", argumentiert AfD-Fraktionschef Rainer Sekula.