Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Zwei neue Wasserschutzgebiete?

Die Hamburger trinken gern Wassser aus der Nordheide - und machen gute Geschäfte damit (Foto: archiv)

Kreistagsgruppe Grüne/Linke stellt Antrag für Wasserwerke Nordheide und Schierhorn



rs.Hanstedt.Die sofortige Einrichtung von Wasserschutzgebieten für die Wasserwerke Nordheide (neben dem Wildpark Lüneburger Heide) und Schierhorn fordert die Kreistagsgruppe Grüne/Linke. Es sei nicht zu verstehen, dass es für die anderen Trinkwasser-Fördergebiete im Landkreis Harburg wie Moisburg, Elstorf, Woxdorf, Ashausen Garstedt und Maschen derartige Schutzzonen gebe, für die Werke Nordheide und Schierhorn aber nicht. Diese beiden Förderstellen werden von Hamburg Wasser betrieben.
Wasserschutzgebiete, so Volkmar Block (Grüne) seien nicht nur zur Sicherung der Trinkwasserressourcen wichtig. Hinzu komme, dass bisher laut Bundesregierung nur in derartigen Schutzzonen das lebensfeindliche Fracking verboten sei.
Wie berichtet, ist der Vertrag zur Wasserförderung mit Hamburg Wasser 1999 ausgelaufen. Seither verhandeln Niedersachsen und Hamburg über neue Förderrechte. Hamburg Wasser will knapp 17 Millionen Kubikmeter pro Jahr abpumpen. Umstritten ist die Menge nicht nur wegen erheblicher Umwelt- und Gebäudeschäden, die es in den vergangenen Jahrzehnten durch die Grundwasserförderung gegeben hat, sondern auch deswegen, weil Hamburg pro Jahr 3,2 Millionen Kubikmeter Heidewasser weiter nach Lübeck verkauft.