Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Aktionswochen zur Herzgesundheit

Blick in eines der Herzkatheterlabore des Krankenhauses Buchholz, wo Chefarzt Dr. Werner Raut gerade einen Eingriff am Herzen vornimmt (Foto: Krankenhaus Winsen)
 
Beim Herzecho, der Ultraschalluntersuchung des Herzens, gewinnt der Kardiologe, hier Oberarzt Oliver Dörner, wichtige Einsichten in den Zustand der Gefäße (Foto: Krankenhaus Winsen)
(ah/nw). „Herz in Gefahr“ – unter diesem Motto ruft die Deutsche Herzstiftung im November zu den "Herzwochen" auf. Im Mittelpunkt steht die Aufklärung über die Koronare Herzerkrankung und den Herzinfarkt. Die Krankenhäuser Buchholz und Winsen beteiligen sich mit Info-Veranstaltungen an der Aktion.
Die Koronare Herzerkankung (KHK) führt zum Herzinfarkt und ist die häufigste Todesursache in Deutschland. Ursache der Erkrankung ist eine Veränderung der Arterien, die kranzartig um das Herz verlaufen und das Herz mit Blut versorgen.
Durch chronische Entzündungsprozesse kommt es zu Cholesterinablagerungen und im Spätstadium zu Verkalkungen in den Blutgefäßen. Die Gefäße verengen sich, die Durchblutung wird behindert. Sauerstoffmangel ist die Folge. Dieser macht sich z.B. durch Schmerzen hinter dem Brustbein bemerkbar, die in den linken Arm, in Schulter oder Hals ausstrahlen können. Verbunden damit sind häufig vermehrtes Schwitzen und Luftnot.
Die "Angina pectoris" kann ein Alarmzeichen für einen drohenden Herzinfarkt sein. Während die Symptome bei der Angina pectoris oft schon nach kurzer Zeit wieder von allein verschwinden, bestehen die Schmerzen beim akuten Herzinfarkt oft über länger als eine halbe Stunde und sind begleitet von ausgeprägter Angst. Bei vielen Patienten kommt es in dieser Phase zu Herzrhythmusstörungen, die tödlich sein können.
Die Hauptrisikofaktoren für das Entstehen einer KHK sind neben hohem Lebensalter das Rauchen, erhöhte Cholesterinwerte, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Übergewicht ebenso wie Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung. Männern erkranken im Schnitt zehn Jahre früher als Frauen.
Wer die genannten Risikofaktoren aufweist, sollte vorsorglich zum Facharzt gehen und sich durchchecken lassen: Ein EKG, eine Blutuntersuchung sowie eine Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) geben Hinweise auf mögliche Störungen.
Bei plötzlichen Schmerzen, die länger als fünf Minuten anhalten, die Notrufnummer 112 wählen, denn dann zählt jede Minute. In den Krankenhäusern Buchholz und Winsen ist Tag und Nacht umfassende Diagnostik und Behandlung gewährleistet. Im Krankenhaus Buchholz steht ein hochmodernes Katheter-Labor bereit. In dieser Spezialeinrichtung sind Diagnose und Therapie gleichzeitig möglich: Bei der Koronarangiographie werden feine Katheter über die Arterien am Handgelenk oder in der Leiste zum Herzen geführt. Mithilfe eines Kontrastmittels werden die Herzkranzgefäße und Verengungen sichtbar gemacht. Im selben Eingriff können die verengten Stellen mit einem Ballon aufgedehnt und mit einem Stent versehen werden. Diese medikamentös beschichteten Gefäßröhrchen vermeiden, dass das Gefäß sich erneut verengt. Gerinnungshemmende Medikamente, die der Patient einnimmt, tragen zusätzlich zur Vorbeugung eines Gefäßverschlusses bei.
Die KHK ist eine chronische Erkrankung, die auch nach der Ballonbehandlung nicht geheilt ist. Durch Veränderungen des Lebensstils – Rauchverzicht, mehr Bewegung, gesundes Essen - können Betroffene ihre Prognose wesentlich verbessern.
In den Krankenhäusern Buchholz und Winsen gibt es drei Sonderveranstaltungen zur Herzwoche: Am Donnerstag, 12. November, 19 Uhr, sprechen Dr. Klaus Hertting, Claudia Zeiler, Dr. Josef Friedenberger und Dr. Werner Raut im Krankenhaus Buchholz in der dortigen Cafeteria unter dem Motto „Herz in Gefahr – Wie können wir es schützen“. Am Dienstag, 17. November, und Donnerstag, 19. November, jeweils 19 Uhr, informiert Oberarzt Oliver Dörner Interessierte im Krankenhaus Winsen: Am Dienstag geht es um die „Koronare Herzerkrankung – moderne Diagnostik und einfache Möglichkeiten zur Verbesserung der Prognose“, und am Donnerstag ist das Thema „Der Herzinfarkt: Symptome, Behandlungsmöglichkeiten (Stent oder besser doch OP?) und wie verhalte ich mich danach?“ Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.