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Die Hebammen laden ein

So schön war es bei der Eröffnung des Wehengartens in Buchholz im vergangenen Jahr (Foto: nf)
Tag der offenen Tür in Buchholz und Aktion „helfende Hand“ in Winsen
(nf). Anlässlich des Internationalen Hebammentags, der in diesem Jahr unter dem Motto steht "Die Welt braucht Hebammen, heute mehr denn je“, haben die Hebammen der Krankenhäuser Buchholz und Winsen am Sonntag, 4. Mai, verschiedene Aktionen vorbereitet.
Die zwölf Hebammen im Krankenhaus Buchholz laden von 11 bis 14 Uhr zu einem Tag der offenen Tür in die Geburtsstation ein. Dort gibt es einen Babyflohmarkt mit Artikeln rund um das Kind, dazu ein Kuchen-Buffet und Gelegenheit, sich den Kreißsaal und den Wehengarten, der im vergangenen Jahr eröffnet wurde, einmal anzuschauen. Alle Hebammen des Krankenhauses Buchholz stehen für ein Gespräch bereit. Auch der Oberarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, Jürgen Maier-Wiegand, wird vor Ort sein und einen Vortrag halten zu dem Thema: „Die interventionsarme Geburt“.
In Winsen nehmen die zwölf Hebammen des Hauses die aktuelle politische Situation zum Anlass, von 11 bis 14 Uhr Unterschriften für die Unterstützung des Hebammenberufs zu sammeln. Aufgrund des Rückzugs einer großen Versicherungsgesellschaft aus der Haftpflicht für Geburtshilfe im Sommer 2015 und des enormen Anstiegs der Versicherungsprämien sehen viele Hebammen den Berufsstand in Gefahr.
Die Winsener Freiberuflerinnen wollen die Unterschriftenliste und einen persönlichen Brief an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe schicken und außerdem Handabdrücke von Unterstützern für ein Bild unter dem Titel „eine helfende Hand“ sammeln. Für Interessierte besteht außerdem Gelegenheit, den Kreißsaal zu besichtigen.
Das Einsatzgebiet und die Aufgaben der Hebamme sind umfangreich: Einen wichtigen Teil ihrer Tätigkeit nimmt die Vorsorge ein. Sie beraten die Schwangeren und führen Geburtsvorbereitungskurse durch und haben stets ein offenes Ohr für Sorgen und Ängste der Gebärenden. In den Krankenhäusern Buchholz und Winsen begleiten sie die Frau bei der Geburt. Die Ärzte bleiben im Hintergrund und greifen nur dann ein, wenn eine medizinische Notwendigkeit besteht.
Auch wenn die Frau mit ihrem Baby wieder zu Hause ist, kümmert sich weiterhin eine Hebamme um sie, denn gerade in diesem neuen Lebensabschnitt gibt es viele Fragen. Auch Rückbildungsgymnastik gehört zum Angebot der Hebammenversorgung. Die Krankenkassen übernehmen in diesem Zusammenhang sämtliche Leistungen.
Im vergangenen Jahr wurden im Krankenhaus Buchholz 641 Kinder geboren, im Krankenhaus Winsen kamen 628 neue Erdenbürger zur Welt. Die Aktionstage sind eine gute Gelegenheit, sich vom hohen Versorgungsstandard, der fürsorglichen und liebevollen Betreuung und der besonderen Philosophie beider Häuser zu überzeugen, bei der die Bedürfnisse der jungen Familie im Mittelpunkt stehen.