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Einführung der Biotonne wird vorbereitet - Infos in der Broschüre „Tipps & Termine“

Lutz Friebel (re.) und Frank Sameluck (Abfallwirtschaft des Landkreises) leiten die Einführung der Biotonne (Foto: Landkreis Harburg)
 
Der Antragsteller kann sich für die Größen 60, 120 oder 240 Liter bei der Biotonne entscheiden (Foto: Landkreis Harburg)
ah. Landkreis. Alles, was die Bewohner des Landkreises Harburg zur Einführung der Biotonne, die im Frühjahr 2019 den Haushalten zur Verfügung gestellt wird, wissen müssen, können sie bereits jetzt in „Tipps & Termine“, der jährlich erscheinenden Info-Broschüre der Abfallwirtschaft des Landkreises Harburg, nachlesen.

Sie wurde am vergangenen Samstag, 16. Dezember 2017, an alle Haushalte im Landkreis Harburg  verteilt. Neben dem Themenschwerpunkt „Biotonne“ enthält das Heft wie gewohnt auch die Müllabfuhrtermine für 2018.

„Viele Bewohner werden verwundert sein, dass wir bereits jetzt – 15 Monate bevor die Biotonne im gesamten Landkreis an den Start geht – so ausführlich informieren“, vermutet Frank Sameluck, Leiter des Betriebs Abfallwirtschaft der Kreisverwaltung. Die Vorbereitungen für die Einführung der „Braunen Tonne“ am 15. April 2019 laufen bei der Abfallwirtschaft des Kreises jedoch längst auf Hochtouren: „Bevor es losgehen kann, müssen wir zunächst den Bedarf bei unseren Kunden abfragen und die 'Braunen Tonnen' produzieren lassen, „ erläutert Frank Sameluck.

Biotonnen müssen – wie alle anderen Müllbehälter im Landkreis – vom Grundstückseigentümer oder dem von ihm benannten Zustellvertreter bestellt werden. Mieter müssen sich wegen der Bestellung dementsprechend mit ihrem Vermieter in Verbindung setzen. Ausgeliefert werden die Tonnen dann im ersten Quartal 2019.
Dazu wird die Abfallwirtschaft Mitte März 2018 alle Grundstückseigentümer im Landkreis Harburg anschreiben und erfragen, für welche Tonnengröße sie sich entscheiden. Die „Braune Tonne“ wird es in den Größen 60, 120 oder 240 Liter geben.
„Wir rechnen mit 40.000 bis 60.000 Anträgen, die wir bearbeiten müssen, bevor wir die Produktion der Behälter in Auftrag geben können“, so Frank Sameluck.
Wenn die Grundstückseigentümer sich nicht melden, erhalten sie automatisch eine 60-Liter-Biotonne.

„Wir empfehlen jedoch genau zu prüfen, welche Größe erforderlich ist und gleichzeitig möglicherweise eine kleinere Hausmülltonne zu bestellen, über die Bioabfälle derzeit noch entsorgt werden“, so Lutz Friebel, Abfallberater beim Landkreis. Die Gesamtkosten für die Abfallentsorgung werden in der Abfallgebührenkalkulation für 2019 festgelegt. Klar ist aber schon jetzt: Die Gebühr für die Biotonne liegt deutlich unter der einer Hausmülltonne. Zudem wird die Hausmüllgebühr für 2019 durch neue Verträge für die Hausmüllentsorgung voraussichtlich sinken.

Mit der Abfrage im März 2018 erhalten die Grundstückseigentümer außerdem die Möglichkeit, einen Antrag auf Befreiung von der Biotonne zu stellen. Und zwar dann, wenn Bioabfälle auf dem eigenen Grundstück kompostiert und verwertet werden.
Der Kreistag des Landkreises Harburg hatte Ende 2015 die flächendeckende und verpflichtende Einführung der Biotonne ab 2019 beschlossen, wie es das Kreislaufwirtschaftsgesetz mittlerweile vorschreibt. Für die meisten Bundesbürger ist die Biotonne längst eine Selbstverständlichkeit. Anfang 2017 erfassten nur 32 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten (neun von 49 Kreisen in Niedersachsen) Bioabfälle nicht über die Biotonne.
Ab Mitte April 2019 werden über die Biotonne alle zwei Wochen Küchenabfälle (wie Gemüseputzreste, Fleisch- und Fischreste, Reste zubereiteter Speisen) sowie feuchte Grün- und Gartenabfälle gesammelt: „Gerade für Gartenbesitzer ist die Biotonne besonders attraktiv – feuchte Abfälle wie Rasenschnitt und Laub können in einem festen Behälter gesammelt werden. Die Lagerung von Grünabfallsäcken ist damit kein Problem mehr, viele Fahrten zu den Grünabfallannahmestellen können entfallen“, informiert Lutz Friebel. Die derzeit monatlich angebotene Grünabfall-Straßensammlung wird es zunächst noch bis Ende 2020 weiter geben. Dann wird geprüft, ob sie weiter notwendig ist oder ob Grünabfälle zukünftig vollständig über die Biotonne entsorgt werden können. Auch die Möglichkeit zur Selbstanlieferung für Grünabfälle in den Grünabfallsammelstellen des Kreises bleibt wie gewohnt bestehen.
Von 2019 bis 2020 wird die Stadtreinigung Hamburg (SRH) im Landkreis anfallende Bioabfälle umweltfreundlich und energieeffizient verwerten. Und zwar zunächst im Biogas- und Kompostwerk Bützberg der SRH in Tangstedt. Nach der Fertigstellung des aktuell geplanten Zentrums für Ressourcen und Energie (ZRE) der SRH zwischen 2020 und 2023 soll die Verwertung auf das Gelände der ehemaligen Müllverbrennungsanlage Stellinger Moor in Hamburg wechseln.