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Ernährungstipp: Getrocknete, süße Früchtchen

Diplom-Oecotrophologin (FH) Karin Maring (Foto: archiv FLMK)
(nw/tw). Karin Maring, Ernährungsexpertin im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf/ Landkreis Harburg), gibt in lockerer Reihenfolge für WOCHENBLATT-Leser einen Ernährungstipp. Die Diplom-Oecotrophologin (FH) aus Hamburg berät ehrenamtlich im Freilichtmuseum die Besucher und Mitarbeiter rund um gesundes und leckeres Essen.
Ihr Ernährungstipp - Trockenfrüchte: Forscher fanden ein Gen, das die menschlichen Geschmacksnerven beeinflusst. Damit lässt sich die unterschiedlich starke Begierde nach Süßem erklären. Die Lebensmittelindustrie reagiert darauf mit einem nahezu unüberschaubaren Angebot an Süßigkeiten.
Der Heißhunger auf etwas Süßes lässt sich aber auch durch eine Handvoll Trockenfrüchte stillen. Reifen, gereinigten Früchten wird durch Trocknung unter südlicher Sonne oder in Dörrgeräten langsam das Wasser entzogen. Durch die natürliche Zuckerkonzentration im fertigen Produkt wird Mikroorganismen die Lebensgrundlage genommen. Damit ist eine lange Haltbarkeit gewährleistet. Auf diese Weise entstehen Rosinen aus Weintrauben ebenso wie lagerfähige Datteln und Feigen.
Aber auch heimische Früchte wie Äpfel und Pflaumen eignen sich zum Trocknen. Zur Farberhaltung kann eine Schwefelbehandlung erfolgen. Der Zusatzstoff ist in diesem Fall auf der Zutatenliste aufgeführt. Bei Verzicht darauf verfärben sich helle Obstsorten bräunlich, wie z.B. Aprikosen oder Apfelscheiben, aber das ist lediglich eine optische Einbuße. Durch den Trocknungsprozess gehen immer Vitamine verloren, der Mineralstoffgehalt aber bleibt erhalten. Damit sind Trockenfrüchte eine ballast- und mineralstoffreiche Alternative zu anderen Süßigkeiten.
• Rezept-Tipp: 250 g weiche Trockenfrüchte fein hacken und mit etwa gleicher Menge gemahlener Haselnüsse, Mandeln oder Kokosraspeln mischen bis eine formbare Masse entsteht. Auf Wunsch mit Zimt abschmecken, Pralinen formen und in der
Mischzutat wälzen. Guten Appetit!