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Fürsorge für das eigene Wohlergehen

In frischem Tempo durch den Frühlingswald: Die Laufgruppe mit Lehrerin Eva Husung (li.) (Foto: nf)

In der Gesundheits- und Krankenpflegeschule gehören Sport und Entspannung zum Lehrplan

(nf). Das Pflegepersonal im Krankenhaus hilft Patienten dabei, gesund zu werden. Doch müssen die Pfleger lernen, Fürsorge auch für sich selbst zu betreiben, um diesen Beruf möglichst lange ausüben zu können. Dieser Meinung sind Eva Husung und Svenja Dreyer, beides Lehrerinnen an der Gesundheits- und Krankenpflegeschule am Krankenhaus Buchholz. Deshalb haben sie das Projekt „Gesund und fit durch die Ausbildung“ ins Leben gerufen.
„Und jetzt stellen Sie sich vor, ein kleiner Mann läuft bei Ihnen unter der Taille hindurch“, fordert Svenja Dreyer die zehn Auszubildenden auf, die vor ihr auf der Gymnastikmatte liegen, manche mit geschlossenen Augen. „Spannen Sie Ihre Taille an, damit ein Tunnel entsteht und Sie den kleinen Mann nicht zerquetschen“. Eine von vielen Übungen, mit denen die Pflegepädagogin, die vor kurzem eine Weiterbildung zur Yogalehrerin gemacht hat, die Körperwahrnehmung der Pflegeschüler fordert.
Mindestens einmal in der Woche kommen die Gesundheits- und Krankenpfleger von morgen, junge Leute um die 20 Jahre, beim Blockunterricht in einem Klassenraum zusammen, um sich beim Yoga zu „verbiegen“, aber auch, um gezielt zu entspannen. „Berufe im Gesundheitswesen sind sehr fordernd. Wir wollen unseren Schülern zeigen, wie sie sich einen Ausgleich schaffen können“, so die beiden Lehrerinnen.
Neben dem eher meditativen Yoga gehört Laufen zum Programm, das für jeden in der Ausbildungsklasse verpflichtend ist. Eine Runde durch den Stadtwald stärkt nicht nur die für den Beruf unabdingbare Ausdauer, sondern baut auch Stress ab. Die passionierte Läuferin Eva Husung leitet die Gruppe mit einem ausgeklügelten Trainingsprogramm an. Ziel ist, 35 Minuten im Zuckeltrab durchhalten zu können. Junge Männer, die naturgemäß stärker und ausdauernder sind als viele Frauen, nehmen Rücksicht auf das Tempo der Langsameren.
Wertfrei bleiben, sich ganz auf den eigenen Körper konzentrieren und sich nicht mit anderen vergleichen - das sind die Maximen, die die Kursleiterinnen ausgegeben haben. Schließlich soll das Bewegungsprogramm Spaß machen. Nur dann besteht die Chance, dass die jungen Leute später in ihrem Berufsleben selbstständig weitertrainieren, wissen beide Pädagoginnen.