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Hebammen: Die Verantwortung ist groß

Hebammen umsorgen die Mütter von der Schwangerschaft bis zur Geburt (Foto: Archiv)
ah. Landkreis. Die Hebammen werden am Samstag, 5. Mai, mit dem "Internationalen Hebammentag" geehrt. Dieser Aktionstag wurde 1990 durch den Internationalen Hebammenkongress ausgerufen und findet seit 1991 jährlich statt. Mit diesem Tag soll auf die verantwortungsvolle Tätigkeit der Hebammen weltweit aufmerksam gemacht werden.
Hebammen selbst nutzen diesen Tag auch, um auf bestehende Versorgungsdefizite hinzuweisen und für ihren Beruf zu werben, bei dem sie das Geburtsgeschehen während der Schwangerschaft, der Geburt und im Wochenbett betreuen. Männliche Hebammen werden Entbindungspfleger genannt, Frauen sind in diesem Beruf aber in der Mehrheit.
Hebammen begleiten Frauen bei Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett. Sie ermöglichen Frauen mit ihren Kindern und Familien einen bestmöglichen Start ins gemeinsame Leben. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit wird gesellschaftlich sehr geschätzt. Ein angemessenes Gehalt oder eine gute Vergütung bekommen Hebammen jedoch nicht – weder als Angestellte in den Kliniken, noch als freiberufliche Hebammen.
Der Deutsche Hebammenverband (DHV) fordert eine gerechte Vergütung für Hebammen.
„Hebammen sind unersetzlich und setzen sich rund um die Uhr für Frauen und ihre Kinder ein“, meint Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des DHV. Der Hebammenverband fordert die angemessene Entlohnung von Hebammenleistungen entsprechend ihrer gesellschaftlichen Bedeutung.
Frauenberufe und sogenannte Care-Berufe, beispielsweise in Pflegeeinrichtungen oder in der Altenpflege, werden nicht entsprechend des großen fachlichen Wissens wie auch der hohen Verantwortung vergütet.
Auch Hebammen erhalten gemessen an ihrer hohen Qualifikation und ihrer Bedeutung für die Gesundheit von Frauen und Kindern aus Sicht des Hebammenverbandes keine angemessene Vergütung. Trotz der Vergütungssteigerung 2017 für freiberufliche Hebammen durch die gesetzlichen Krankenkassen haben viele Hebammen immer noch ein geringes Einkommen und müssen zunehmend mehr Zeit für bürokratische Verfahren und Anträge aufwenden, die dann in der Betreuung der Frauen fehlt.