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Hörtipps von Blues und Rock über deutsche Songs bis zum Oratorium

    (ah). Drei neue CD-Veröffentlichungen bieten außergewöhnlichen Hörgenuss. Die Künstler haben attraktive Songs im Repertoire.

1. Zehn Jahre lang kannte man Imelda May als Rockabilly-Wirbelwind mit neckischer 50er-Jahre-Tolle und dazu passendem Outfit. Diese Zeiten scheinen vorbei zu sein. Denn nach vier Alben hat sich Imelda vom Rockabilly verabschiedet und auf “Life. Love. Flesh. Blood” unter der Regie der Produzentenlegende T Bone Burnett zu einem neuen Sound gefunden, der erwachsener, reifer und weitaus sinnlicher ist, aber genauso leidenschaftlich.
“Ich habe den Rockabilly-Stil der 50er immer geliebt, aber irgendwann gelangte ich an einen Punkt, an dem es mir fast so vorkam, als ob ich mich verkleidete”, verrät die Sängerin. “Ich schlüpfte für Auftritte in eine Rolle. Und das wollte ich einfach nicht mehr tun.” Imelda Mays neuer Sound lässt sich nicht in eine klar umrissene Schublade stecken: er umfasst Elemente von Blues, Rock, Soul, Gospel und Jazz. Und er überrascht einen immer wieder aufs Neue. Aufgenommen wurde das Album mit Gästen wie dem Gitarren-Gott Jeff Beck (der auf der ersten Single “Black Tears” zu hören ist) und der britischen Piano-Legende Jools Holland sowie einer Band, die im Kern aus dem Gitarristen Marc Ribot (Tom Waits, Elvis Costello), Schlagzeuger Jay Bellerose (Robert Plant & Alison Krauss) und Bassist Zach Dawes (The Last Shadow Puppets, Mini Mansions) bestand.

2. Schleswig-Holstein - das „Land der Horizonte“ zwischen Nord- und Ostsee, das mit seinen urwüchsigen Landschaften, der scheinbar niemals nachlassenden steifen Brise oder dem besonderen Wechselspiel der Gezeiten nicht nur ungezählte Touristen, sondern auch alle Arten von Künstlern magisch anzieht. Auch Kerstin Ott merkt man ihre Herkunft deutlich an: Die norddeutsche Sängerin, Songschreiberin und Musikerin liebt die kleinen Gesten; das Authentische, Unverstellte, Ungeschminkte, das die 34-Jährige aus dem zwischen Hamburg und Husum gelegenen Städtchen Heide in ihren Songs verarbeitet. Ihr Top 2-Megahit „Die immer lacht“ zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Songs des Jahres 2016 und wurde kürzlich mit dem Platin-Award ausgezeichnet. Auch die im vergangenen August releaste Nachfolgesingle „Scheissmelodie“ avancierte schnell zum Sommerhit und konnte seither mehr als 14 Millionen Video-Views generieren. Mit „Herzbewohner“ legt Kerstin Ott nun ihr lange erwartetes Debütalbum vor!
Auf ihrem Debütalbum „Herzbewohner“ verbindet Kerstin Ott eingängige Melodic/ Deep House-Sounds und treibende Club-Beats mit einer entspannten Akustikgitarre und ihren ungewöhnlichen deutschsprachigen Vocals zu einer völlig eigenständigen und neuen Stilrichtung zwischen Pop, Dance, Folk und Schlager. Gemeinsam mit Produzent Thorsten Brötzmann (Helene Fischer, Christina Stürmer, Lena, Amy MacDonald) hat Ott ihre musikalischen Visionen in dessen Husumer Studio erstmalig auf einem Longplayer umgesetzt. „Ich habe früher als Malerin gearbeitet“, so Kerstin Ott über ihre prägende Vergangenheit. „Kreativ zu sein, hat mich schon immer gereizt. Egal, ob es um die Malerei, oder um die Musik geht. Ich liebe das Landleben umgeben von den Meeren. Hier herrscht manchmal eine ganz besondere, melancholische Stimmung, in der sich ganz entspannt arbeiten lässt. Ich bin gerne hier zu Hause, mag es aber auch, unterwegs auf Tour zu sein, neue Einflüsse zu sammeln und schließlich wieder in mein kleines Nest zurück zu kehren. Ein buntes, kreatives Leben“, das jede Menge Inspirationen für ihre autobiographischen, in einen eigenwilligen Sound zwischen Dancefloor und Lagerfeueratmosphäre verpackten Texte ,liefert.

3. Wer war Martin Luther wirklich? Eine Frage, die schon ganze Generationen von Geistlichen, Historikern und Gläubigen auf der ganzen Welt beschäftigt hat. Was ging in dem großen Kirchenreformator aus Wittenberg vor? Was war sein Antrieb, was seine Ängste? Mit dem aufwändigen „Pop-Oratorium Luther“ versuchen der Düsseldorfer Musiker/ Komponist Dieter Falk und der Grammy-gekürte Autor/ Librettist Michael Kunze dem Wesen Martin Luthers auf die Spur zu kommen und das bahnbrechende Wirken des bedeutenden Theologen aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten: Gemeinsam mit 13 Solisten, einem 120-köpfigen Chor, dem renommierten Babelsberger Filmorchester, einer Rockband und einer Bigband übertragen Dieter Falk und seine beiden Söhne die Ereignisse des berühmten Reichstags zu Worms, auf dem im Jahre 1521 über die Zukunft des christlichen Abendlandes entschieden wurde, in die Jetztzeit. Selbst komponierte Songs wechseln sich mit ausgesuchten Original-Chorälen aus der Feder Martin Luthers ab, die Dieter
Falk mit modernen Mitteln ins 21. Jahrhundert transportiert hat.
Angelehnt an ein gewaltiges Bühnenwerk, dass am Reformationstag 2015 in der restlos ausverkauften Dortmunder Westfalenhalle Premiere feierte, vermischt Dieter Falk zusammen mit Produzent und Bühnenautor Michael Kunze zeitgenössische Einflüsse aus Pop, Jazz, Rock und Gospel mit bombastisch arrangieren Chören zum Breitbanderlebnis Martin Luther, das mit dem „Pop-Oratorium“ alle Sinne anspricht! Neben atemberaubenden Bildern der spektakulären 2015er Live-Premiere in Dortmund mit mehr als 3.000 Stimmen und Musikern ist das „Pop-Oratorium Luther
– Das Projekt der tausend Stimmen“ ebenfalls als Studioversion auf CD, DVD und BluRay erhältlich. „Luther hat die politische, gesellschaftliche und religiöse Landschaft seiner Zeit entscheidend beeinflusst“, so Dieter Falk. „Er hat durch seine Freiheitslehre, selbst zu denken, die Kultur der Kirche verändert und auch sonst das Feld für die Entwicklung kultureller Freiheiten geebnet. Dinge zu hinterfragen, selbstständig zu denken und der Kampf gegen übermächtige Autoritäten
stellen Themen dar, die heute aktueller denn je sind und nicht das Geringste von ihrer damaligen Bedeutung eingebüßt haben. Wir wollen und können mit dem `Pop-Oratorium` keine minuziöse Biographie erzählen. Es ist vielmehr der Versuch, damalige Ereignisse in eine Art Courtroom-Drama zu übersetzen, in dem wir kontroverse Themen zusammenbringen und die Frage beantworten wollen, wer Luther eigentlich war.“

Wer sich von der Musik überzeugen möchte: Das WOCHENBLATT verlost jeweils drei Exemplare der CDs: Senden Sie uns bis Sonntag, 23. April, eine E-Mail an gewinnspiel@kreiszeitung.net mit einem der drei vorgestellten Titel. Bitte geben Sie Ihre vollständige Anschrift und Telefonnummer an.