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"Ich bin der Martin Rütter der Männlichkeit"

Wann? 16.09.2016 20:00 Uhr

Wo? Empore, Breite Straße 10, 21244 Buchholz DE
Tritt in Buchholz und Stade auf: Comedian Ingo Appelt (Foto: Felix Rachor)
Buchholz: Empore |

Interview mit Comedian Ingo Appelt vor seinen Auftritten in Buchholz und Stade

os. Buchholz/Stade. Ingo Appelt (49) nimmt auf der Bühne kein Blatt vor den Mund, eckt mit seiner direkten Art schon mal an. Vor seinen Auftritten am Freitag, 16. September, ab 20 Uhr im Buchholzer Veranstaltungszentrum Empore sowie am Samstag, 17. September, ab 19.45 Uhr im Stadeum in Stade spricht Appelt im Interview mit WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Oliver Sander über Männer, sein aktuelles Programm und die Zuschauer im Norden.
WOCHENBLATT: Ihr aktuelles Programm heißt „Besser... ist besser!“ Wer oder was ist denn besser?
Ingo Appelt: Ich breche eine Lanze für die Männer, die in den Augen der Frauen ja nie gut genug sind. Egal ob beim Shopping oder im Gespräch: Männer sind immer die Bekloppten. Ich denke, der Mann will raus aus der einengenden Zivilgesellschaft und wild sein, ohne Zwänge.
WOCHENBLATT: Wer soll sich vor diesem Hintergrund Ihr Programm denn eher anschauen: Frauen oder Männer?
Ingo Appelt: Auf jeden Fall beide. Die Frauen, damit sie sich an den Beobachtungen erfreuen können. Die Männer, damit sie an dem Abend etwas lernen. Ich bin sozusagen der Martin Rütter (bekannter Tiertrainer, d. Red.) der Männlichkeit.
WOCHENBLATT: Gibt es Witze auf der Bühne, die aus Ihrer Sicht überhaupt nicht gehen?
Ingo Appelt: Ich bin ja gerade auf der Suche nach der Pointe, die gar nicht geht. Wie jeder Comedian möchte ich mein Publikum kennen lernen. Gerade nach einer Provokation ist die Reaktion der Menschen besonders deutlich, die Grenzen teste ich gerne mal an.
WOCHENBLATT: Den Norddeutschen geht der Ruf voraus, zurückhaltend zu sein und schwer aufzutauen. Deckt sich das mit Ihren Erfahrungen?
Ingo Appelt: Nicht wirklich. Die Stimmung hängt eher von der Location ab. Die Zuschauer in Kiel und Hamburg sind zum Beispiel immer besonders euphorisch, auch die Stimmung in Stade war bei meinem letzten Auftritt sensationell. Am schwierigsten sind die Zuhörer auf den Inseln. Dort finde ich häufig Kur- und theateraffines Publikum vor, das Humor ausschließlich im Fernsehen lernt.
WOCHENBLATT: Sehen Sie sich eigentlich eher als Comedian oder als Kabarettist?
Ingo Appelt: Ich sehe mich als Stand-up-Comedian. Das heißt ja nicht, dass Comedy unpolitisch und belanglos ist. Ganz im Gegenteil: Ich habe immer eine Botschaft mit meinem Programm. Ich denke, dass das klassische, eher linksorientierte Kabarett à la Dieter Hildebrandt in Zukunft eher durch Stand-up-Comedy ersetzt wird.
WOCHENBLATT: Herr Appelt, vielen Dank für das Gespräch.
• Karten für den Auftritt in der Empore gibt es unter Tel. 04181-287878. Achtung: Wegen des parallel stattfindenden Stadtfests ist die Anzahl der Parkplätze in der Innenstadt stark eingeschränkt.
• Tickets für den Auftritt im Stadeum sind bei den bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter Tel. 04141 - 409120 erhältlich.