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Jörg Knör parodiert sie alle

Wann? 11.04.2015 20:00 Uhr

Wo? Empore, Breite Straße 10, 21244 Buchholz DE
Der wohl erfolgreichste Stimmenimitator Deutschlands: Jörg Knör (Foto: Christian Rating)
Buchholz: Empore | Der wandlungsfähige Entertainer im WOCHENBLATT-Interview / Warum er sich besonders auf die „Empore“ freut

tw. Buchholz. tw. Buchholz. Jörg Knör (55) hatte es schon immer eilig - bereits bei seiner Geburt 1959 in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) enterte er die Bühne der Welt zehn Minuten schneller als sein Zwillingsbruder Jens. Ungebremst setzt sich sein Lebenslauf fort: Gleich nachdem Jörg Knör im zarten Alter von 15 Jahren als jüngster Kandidat in Rudi Carrells Sendung „Am laufenden Band“ war, entbrannte in ihm der dringende Wunsch „Showmaster“ zu werden. Äußerst selbstbewusst, mit sehr viel (Über-)Mut, aber auch Talfahrten, erreichte der inzwischen mehrfach ausgezeichnete Entertainer viel mehr als dies. Seit 40 Jahren begeistert der Wahl-Hamburger mit eigenen Shows, launigen Moderationen, legendären Karikaturen und macht Prominente wie Til Schweiger, Karl Lagerfeld oder Angela Merkel nicht nur simpel nach, er metamorphiert zum „Original“.
Zum Auftakt seines neuen Comedy-Programms „Vip Vip Hurra!“ am Samstag, 11. April, um 20 Uhr (Einlass: 19.15 Uhr) im Veranstaltungszentrum „Empore“ (Breite Str. 10) in Buchholz, gab der wohl erfolgreichste Stimmenimitator Deutschlands dem WOCHENBLATT ein Interview:

WOCHENBLATT: Sie gestalten abendfüllende und tagesaktuelle Bühnenshows. Wie viel Vorbereitung steckt darin?
Jörg Knör: Rudi Carrell hat mal gesagt: „Was man auf der Bühne aus dem Ärmel schüttelt, muss man vorher da rein stopfen.“ Zeitlich auf jeden Fall viel mehr als die zwei Stunden, die es live dauert. Ein Essen ist ja auch schneller verputzt, als Einkaufen und Kochen dauert. Ich würde mal sagen, es sind 35 Jahre Vorbereitung für die Sicherheit in Auswahl und Performance, eine Stunde Fahrradfahrt für jede neue Idee und vier Stunden Zugfahrt eine Nummer zu schreiben. Und eine Sekunde um sie wieder zu vergessen, wenn mir noch was Besseres einfällt.

WOCHENBLATT: Auf Ihrer Internetseite beschreiben Sie Ihr Wirken als „kreative Besessenheit“ und haben teilweise täglich Auftritte - wie schalten Sie am Besten ab und halten sich fit?
Jörg Knör: Ich liebe Radtouren um die nahe Alster und ich koche gern. Und das herumalbern mit meiner Frau liefert auch genügend Abstand.

WOCHENBLATT: Ihre originellen "Knörikaturen" zieren manch' privates Wohnzimmer - was hängt denn bei Ihnen Zuhause an der Wand?
Jörg Knör: Im Flur: 20 Fotos von Menschen, die ich gern mag. Im Wohnzimmer: Auf die Wand gemalte Bilderrahmen. Im Büro: neun Original Kino-Aushang-Fotos von „Mary Poppins“.

WOCHENBLATT: Ihr witziger Blockflöten-Auftritt bei „Das Supertalent“ (2013) und „Die Jörg Knör Show“ (läuft zur Zeit als Wiederholung im TV) bringt zahlreiche Zuschauer zum Lachen. Was lässt Sie selbst schmunzeln?
Jörg Knör: Das voll gute Video von Jan Böhmermann über den griechischen Finanzminister, den Film „2 hinreißend verdorbene Schurken“ und Karolin Kebekus

WOCHENBLATT: Drei Kinder aus zwei Ehen, seit 2014 in dritter Ehe - ist es schwer Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren?
Jörg Knör: Dass die Kinder nicht bei mir leben, macht es zumindest nicht einfach. Ich fahre regelmäßig nach Köln, halte Kontakt und versuche zu motivieren.
Meine Töchter nähern sich ja schon dem Erwachsenen-leben und die Jüngste hat Ambitionen, zu mir nach Hamburg zu ziehen.

WOCHENBLATT: Was für ein Vater sind Sie? Wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihren Kindern?
Jörg Knör: Ich bin wie alle Solo-Künstler ein Vater ohne Regel-Alltag, immer unterwegs und der Beruf fordert seine Zeit. Aber die geteilte Zeit mit den Kindern wächst. Irgendwie mögen sie sogar meine eigene unerwachsene Seite und finden sogar Teile meines Programms ganz cool.

WOCHENBLATT: Welchen Berufswunsch streben Ihre Kinder an - auch „Showmaster“? Würden Sie das „erlauben“?
Jörg Knör: Wenn es Ihnen gelänge, einen Beruf zu finden, in dem sie so aufgehen, wie ich wäre ich froh. Und da ist mir egal, was das ist. Ich bin ja ein großer Fan des Handwerks. Etwas zu schaffen, das bleibt, kann vielleicht mehr befriedigen als die Kunst eines Spaßmachers, die nach dem Schlussapplaus verfliegt.

WOCHENBLATT: Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Jörg Knör: Ein Album mit eigenen Songs zu produzieren, und im Fernsehen mit einer regelmäßigen kleinen Show noch mehr Menschen mehr von mir zu zeigen. So ein Format biete ich gerade Produktionsfirmen an.

WOCHENBLATT: Statt großer Event-Arenen füllen Sie auf Ihrer aktuellen Tour lieber „kleinere“ Veranstaltungshäuser - was gefällt Ihnen besonders an solchen Locations?
Jörg Knör: In kleineren Häusern kann man noch einen Dialog mit dem Publikum führen, weil man noch einzelne Personen heraushört und -sieht. Andersherum natürlich auch: Der Zuschauer sieht meine Mimik auch ohne Großleinwand und in der ersten Reihe kann man mich sogar riechen...

WOCHENBLATT: Was erlebt das Publikum bei Ihrer „Vip Vip Hurra!“-Show in der „Empore“?
Jörg Knör: Eine bunte Mischung aus Parodie, Musik und Stand Up-Comedy. Ein paar Zeichnungen und Nummern, die noch kurz vor der Show entstehen - zu Schlagzeilen des Tages. Das alles in der Kulisse der nächtlichen Hamburger Speicherstadt. Ich freue mich auf die „Empore“ besonders, weil ich hier vor über 20 Jahren einen meiner ersten Theaterauftritte hatte.

WOCHENBLATT: Herr Knör, vielen Dank für dieses kurzweilige Interview!

• Karten sind ab 21,90 Euro erhältlich an der „Empore“-Kasse, unter Tel. 04181-287878 oder www.EMPORE-Buchholz.de.