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Schlüsseldienst an Feiertagen - darauf müssen Sie achten

Leise klackend fällt die Tür hinter mir ins Schloss. Als ich die Wohnungstür aufschließen möchte, geht nichts mehr. Das Schloss ist kaputt. Ausgerechnet an einem Feiertag. Tasche, Portemonnaie, Handy - alles liegt in der Wohnung. Was nun?
Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich Horror-Geschichten von dubiosen Schlüsseldiensten, die schnell auf eine Rechnung von mehreren Hundert Euro kommen - dafür, dass lediglich die Tür geöffnet wurde. Auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt vor unseriösen Notdiensten. Aber was muss man bei der Suche nach einem Schlüsseldienst beachten? Was darf so eine Türöffnung überhaupt kosten?
Die Verbraucherzentrale rät, zunächst einmal die Ruhe zu bewahren. Muss die verschlossene Tür wirklich noch am Feiertag geöffnet werden? Unter Umständen kann man mit einer Übernachtung bei Freunden Geld sparen, wenn der Schlüsseldienst erst am nächsten Werktag zu den üblichen Arbeitszeiten angerufen wird.
Auch bei der Auswahl des Schlüsseldienstes gibt es einiges zu beachten.
Gerade bei der online-Suche ist es oft schwierig, seriöse Anbieter von dubiosen Angeboten zu unterscheiden. Auch wer im Telefonbuch sucht, sollte aufpassen. Generell gilt: ortsansässige Firmen bevorzugen und gleich beim ersten Anruf die genaue Anschrift in Erfahrung bringen. Befindet sich der Betrieb wirklich in der Nähe oder ist nur eine örtliche Vorwahl vorgeschaltet?
Bevor der Auftrag am Telefon erteilt wird, sollte festgelegt sein, was überhaupt gemacht werden soll. Ist die Tür abgeschlossen oder ins Schloss gefallen? Kann die Tür leicht geöffnet werden oder muss eventuell das Schloss ausgetauscht werden? Auch der Preis für die Türöffnung sollte am Besten noch vor der Auftragsvergabe festgelegt werden. Kommt ein
Feiertagszuschlag hinzu?
Laut des Bundesverbandes Metall liegt der Richtwert für eine Türöffnung (inkl. Anreise und Arbeitseinsatz) werktags zwischen 8 und 18 Uhr bei maximal 120 Euro. Zuschläge dürfen die Schlüsseldienste außerhalb der üblichen Arbeitszeiten verlangen, allerdings muss der Kunde vorab darüber aufgeklärt werden. Nachts, an Wochenenden oder Feiertagen können es dann durchaus 200 Euro oder mehr für eine Türöffnung sein.
Wurde vorab ein Festpreis vereinbart, darf der Notdienst nur mehr fordern, falls vor Ort weitere Aufträge, z.B. der Einbau eines neuen Schlosses, erteilt wurden.
Entspricht der verlangte Preis nicht der Vereinbarung, sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen, vor Ort zu zahlen, sondern sich eine Rechnung schicken lassen.
• Mehr Informationenzum Schlüsselnotdienst unter www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/schluesseldienste.
Anke Settekorn