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Sieben Wochen Regen?

Der Siebenschläfer ist ein Nagetier und hat nichts mit der Siebenschläfer-Wetterregel zu tun (Foto: B. Winter. pixelio)

Der Siebenschläfer-Tag am 27. Juni - woher kommt eigentlich der Name?

(rs). Wenn es an Siebenschläfer regnet, soll es sieben Wochen lang Regenwetter geben, sagt der Volksmund. Allerdings: Die alte Bauernregel zum Siebenschläfer lautet: „Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag." Es geht also um die Gesamtwetterlage. Und nimmt man den Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli als Starttermin so hat die alte Bauernregel immerhin eine Trefferquote zwischen 50 und 60 Prozent.

Grund: Verläuft das in höheren Luftschichten befindliche Starkwindband, auch Jetstream genannt, über dem Westen Europas recht weit südlich, so wird oft ein hoher Luftdruckunterschied zwischen dem Norden (Islandtief) und dem Süden (Azorenhoch) aufgebaut. Dies führt in Mitteleuropa häufig zu einer lang andauernden Zufuhr feuchter und kühler Luftmassen vom Nordostatlantik - und damit zu unbeständig-kühlem Wetter.

Und was ist mit dem Namen "Siebenschläfer"? Der kommt nicht vom gleichnamigen Nagetier, sondern von einer Legende: Während einer Christenverfolgung unter dem Römerkaiser Deceus flohen im Jahr 251 nach Christus im griechischen Ephesos sieben Brüder in eine Berghöhle - und wurden dort eingemauert. Sie sollen der Legende nach viele Jahre später wieder zum Leben erwacht sein, um Zeugnis für die Auferstehung der Toten abzulegen.