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Untersuchung zeigt: Deutsche Autos werden immer älter

Bei älteren Fahrzeugen fallen mehr Mängel an (Foto: Deutsches Kraftfahrzeug Handwerk)

ah. Landkreis. Die Autos auf deutschen Straßen werden immer älter. Das Durchschnittsalter der in Deutschland zugelassenen Pkw beträgt 9,3 Jahre. Letztes Jahr waren es noch 9,2 Jahre, zur Jahrtausendwende 6,9 Jahre. Damit liegt das Altersniveau bei 135 Prozent gegenüber dem Jahr 2000.
Fast 40 Prozent aller Pkw sind sogar älter als 10 Jahre und anfälliger für Mängel. So haben über ein Viertel aller Pkw, die älter als 11 Jahre alt sind, erhebliche Mängel und fallen durch die Hauptuntersuchung. Das ist ein wichtiges Ergebnis des aktuellen TÜV-Reports des Verbands der TÜV (VdTÜV).

„Die gute Nachricht ist, dass Autos generell langlebiger geworden sind“, erläutert VdTÜV-Geschäftsführer Joachim Bühler. „Das liegt unter anderem daran, dass Rost und Korrosion heute kaum noch Scheidungsgründe bei einem Pkw sind. Dadurch lebt ein Auto heute fast dreimal länger als noch im Jahr 1960. Das Alter steigt kontinuierlich an, wobei es nach dem Jahr 2000 zwei Ausnahmen gab: Von 2007 auf 2008 gab es einen leichten Rückgang, weil das Kraftfahrtbundesamt nur noch mit regulärem Kennzeichen angemeldete Pkw berücksichtigte und wegen der sogenannten Abwrackprämie sank der Durchschnitt zwischen 2009 und 2010 von von 8,2 auf 8,1 Jahren. „Anscheinend sind die aktuellen Kaufprämien für E-Fahrzeuge kaum relevant,“ erläutert Bühler. „In der Altersstatistik machen sie sich nicht bemerkbar.“

Im Alter nehmen die sicherheits- und umweltrelevanten Mängel bei Fahrzeugen stark zu. Fällt von den fünfjährigen Pkw noch jeder zehnte wegen erheblicher Mängel durch den TÜV, ist es bei den Neunjährigen bereits jeder Fünfte und bei den Elfjährigen sogar mehr als jeder Vierte, bei einzelnen Modellen sind es sogar fast 40 Prozent. Besonders häufig stellen die TÜV-Experten defekte Beleuchtungsanlagen, zerschlissene Bremsen und Öllecks am Antrieb fest.

Der VdTÜV appelliert daher an die Autobesitzer, bei älteren Fahrzeugen besonders auf die Wartung zu achten und regelmäßig in die Werkstatt zu fahren. Aber auch die Hersteller sind gefragt: „Damit die Sicherheit keine Frage des Portemonnaies wird, muss die Industrie auch für die Langlebigkeit bei Klein- und Mittelklassewagen sorgen,“ so Bühler. „Der TÜV-Report zeigt dafür gute Beispiele.“

Der TÜV-Report wird jedes Jahr vom VdTÜV veröffentlicht und gilt als einer der wichtigsten unabhängigen Ratgeber für Autofahrer und insbesondere Gebrauchtwagenkäufer. Er erscheint als Sonderausgabe der AutoBild und ist zum Preis von 4,90 EURO im Zeitschriftenhandel und an den TÜV-Stationen erhältlich.