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„Viele ältere Menschen benötigen unsere Hilfe“ - Info-Veranstaltung in Buchholz

Wann? 14.10.2017 10:00 Uhr

Wo? Empore, Breite Straße 10, 21244 Buchholz DE
Die Aktion „2.000 Lichter“, die der Arbeitskreis im Rathauspark durchführt, ist sehr erfolgreich. Viele Freiwillige melden sich, um die Kerzen anzuzünden (Foto: mko)
 
In der Empore finden die Veranstaltungen des Aktionstages statt (Foto: Archiv / os)
 
Frank Kettwig ist der Initiator der Veranstaltung „Alter, Pflege und Demenz“ (Foto: Foto Kettwig / Buchholz)
Buchholz: Empore | ah. Buchholz. Der Arbeitskreis „Alter, Pflege und Demenz“, der vor fünf Jahren von dem Buchholzer Frank Kettwig gegründet wurde, veranstaltet am Samstag, 14. Oktober, zum fünften Mal die Veranstaltung in der Buchholzer Empore, an denen 21 Institutionen teilnehmen. In der Zeit von 10 bis 14 Uhr sind alle Interessierten herzlich eingeladen, sich mit den Fachleuten zu unterhalten und sich über die Themen rund um „Alter, Pflege und Demenz“ ausführlich zu informieren.

Initiator Frank Kettwig: „Ich freue mich, dass die Thematik rund um das Älterwerden in Buchholz solche Dynamik bei den verschiedenen Institutionen und den Bewohnern des Landkreises Harburg entwickelt hat. Der demografische Wandel kommt, - oder besser gesagt - er ist schon spürbar. Daher müssen wir uns alle Gedanken machen. Nicht immer ist es die große Politik, die die Lösungen hat. Jeder von uns ist aufgerufen, sich zu engagieren und etwas zu tun.“
In den vergangenen Jahren hat der Arbeitskreis „Alter, Pflege und Demenz“ sehr viel zur Aufklärung beitragen können. So beschäftigen sich 20 Firmen und Institutionen im Arbeitskreis mit diesem Thema.
Seit Juli 2015 beraten Fachleute aus dieser Expertenrunde an zwei Tagen in der Woche kostenlos zu diesem Themenkomplex in dem Beratungstreffpunkt im Buchholz City-Center.
„Es ist gut zu sehen, wie viele Menschen von diesem Angebot Gebrauch machen. Mein besonderer Dank gilt den Beratern für ihren ehrenamtlichen Einsatz im Beratungstreffpunkt“, so Frank Kettwig.
Ältere aber auch jüngere Menschen sollten den Aktionstag am Samstag in der Empore nutzen, um sich zu informieren. In sechs Kurzvorträgen informieren Fachleute über relevante Themen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei, auch die Vorträge können kostenfrei besucht werden.
∙ Wer sich über die vielfältigen Aktionen des engagierten Arbeitskreises informieren möchte, findet im Internet unter www.wirdsindbuchholz.de weitere Angaben und Termine.

Am Aktionstag, Samstag, 14. Oktober, finden in der Empore sechs Vorträge statt. Diese werden von Fachleuten gehalten. Die Teilnahme ist kostenfrei. Der Einlass erfolgt um 10 Uhr.
Um 10.45 Uhr wird die Veranstaltung von Initiator Frank Kettwig eröffnet. Im Anschluss folgen die folgende Vorträge:
11 Uhr: Piotr Duda, Seniorenpflege mit Herz - Senioren-
heime in Polen. Alternative zur hiesigen Altenpflege?
11.20 Uhr: Arndt Bömelburg, Remax (Buchholz) - Ihre Immobilie im Alter
11.40 Uhr: Sandra Plauschi-
nat, Rechtsanwältin (BPR Legal, Buchholz) - Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht
12 Uhr: Matthias Plath, KerVita Egestorf - Leben in einer Hausgemeinschaft
12.20 Uhr: Senioren Stützpunkt Landkreis Harburg - Selbstbestimmtes Wohnen – Auch im Alter
„Die Fachvorträge behandeln Themen, die im Alter wichtig sind. Je früher die Menschen sich mit diesen Aspekten befassen, desto besser können Regelungen getroffen werden. Fällt eine schwere Erkrankung an und der Betroffene kann nicht mehr selbst entscheiden oder handeln, ist es zum Beispiel wichtig, dass eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht vorliegt. Dann hat der Betroffene die Sicherheit, dass durch die bevollmächtigte Person die entsprechenden
Wünsche erfüllt werden“, sagt Frank Kettwig. Leider werden diese hilfreichen und notwendigen Entscheidungen oft hinausgeschoben.
Gegen 14 Uhr endet die Veranstaltung in der Empore.

Folgende Institutionen und Firmen haben am Aktionstag, Samstag, 14. Oktober, einen Stand in der Empore und informieren über ihre Leistungen und ihr Ser-
viceangebot. Gerne beantworten die Mitarbeiter die Fragen der Besucher. Die Beratungen erfolgen kostenlos.

1. Tagespflege Buchholz
2. Die Johanniter
3. Pflege-Engel Christ
4. Seniorenhaus Buchholz
5. AHD - Ambulanter Hauspflege Dienst
6. Giomi Senioren Residenz
7. Pflegeagentur Petras
8. KerVita Senioren-Zentrum
9. Seniorenresidenz Buchholz
10. AWO Arbeiter Wohlfahrt
11. Hospizdienst Buchholz e.V.
12. Alzheimer Gesellschaft e.V.
13. Stubbenhof Senioreneinrichtungen
14. Landkreis Harburg, Seniorenstützpunkt
15. Agentur Seniorenpflege mit Herz
16. Deutsche Bank
17. Löns Apotheke
18. DRK - Deutsches Rotes Kreuz
19. Telecom-Studio
20. Ambulante Pflege Salzhausen
21. Blau-Weiss Buchholz

Der Aktionstag „Alter, Pflege und Demenz“ findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Das Interesse der Bewohner für diese Veranstaltung ist von Jahr zu Jahr ständig gestiegen. WOCHENBLATT-PR-Redaktionsleiter Axel-Holger Haase sprach mit Frank Kettwig, dem Initiator der Aktion und dem Gründer vom Beratungstreffpunkt im Buchholzer City-Center.
WOCHENBLATT: Der Aktionstag ‚Alter, Pflege und Demenz‘ wird immer besser von den Bewohnern der Region besucht. Woher kommt das Interesse?
Frank Kettwig: Das Älterwerden betrifft jeden. Wenn man sich auch in jüngeren Jahren noch keine Gedanken darüber macht, hat man doch Familienmitglieder, die sich im betreffenden Alter befinden. Daher wird man mit der wichtigen Thematik konfrontiert.
WOCHENBLATT: Sie haben im Buchholzer City-Center den Beratungstreffpunkt eingerichtet. Wie wird dieser kostenfreie Beratungsservice angenommen?
Frank Kettwig: Dieser Beratungsservice wird sehr gut ge-
nutzt. Die Besucheranzahl ist stetig gestiegen.
WOCHENBLATT: Welches sind die Hauptthemen. Wonach erkundigen sich die Besucher vorwiegend?
Frank Kettwig: Oft drehen sich die Fragen um Themen wie medizinischer Dienst, Pflegestufen bzw. Pflegegrad, Beginn einer Demenz oder Fragen nach Unterstützung im Alltag. Das Netzwerk der Berater besteht unter anderem aus Mitarbeitern, die aus der ambulanten oder stationären Pflege kommen. Sie können bei vielen Fragen helfen. Ansonsten wird ein Fachmann empfohlen.
WOCHENBLATT: Der Beratungstreffpunkt ist sehr wohnlich eingerichtet. Trägt dieses zum Wohlfühlen bei? Wird eine Hemmschwelle überwunden, die oft beim Betreten von Ämtern besteht?
Frank Kettwig: Das war der Sinn dieser Einrichtung. Wir haben sehr gute Erfahrung gemacht. Unsere Besucher kommen ohne Ängste zu uns, stellen ihre Fragen ganz ungezwungen. So haben wir uns den Beratungstreffpunkt vorgestellt. Der Norddeutsche Rundfunk war schon in Buchholz und hat über den Beratungstreffpunkt berichtet. Diese Einrichtung ist etwas Besonderes. Alle beteiligten Institutionen freuen sich über den Erfolg.
WOCHENBLATT: Wie finanziert sich dieser Service? Es müssen Kosten wie Miete etc. getragen werden.
Frank Kettwig: Der Beratungstreffpunkt finanziert sich aus Spenden und von den Beiträgen der Mitglieder des Arbeitskreises Alter, Pflege und Demenz.
WOCHENBLATT: Kommen wir zum Arbeitskreis. Welche Tätigkeiten führt dieser durch?
Frank Kettwig: Neben unserem alljährlichen Aktionstag in der Empore sind wir auf dem Stadtfest mit einem Stand vertreten. Ferner haben wir die Aktion 2.000 Lichter eingerichtet, in der Buchholzer Bürger rund 2.000 Kerzen anzünden, um auf die Arbeit hinzuweisen. Zudem finden abwechselnd in den Senioreneinrichtungen Tanztees statt. So bringen wir die Bewohner zum Plaudern und Tanzen. Außerdem singen die Bewohner gern die alten Lieder mit. Wer diese gute Stimmung jemals miterlebt hat, weiß, dass man besonders im Alter Freude an der Gesellschaft hat.
WOCHENBLATT: Herr Kettwig, vielen Dank für das informative Gespräch und weiterhin viel Erfolg mit ihrem Projekt.