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„Wer übt, der kann nix!“

Wann? 29.03.2015

Wo? Empore, Breite Straße 10, 21244 Buchholz DE
Altvertraute und neue Gesichter von Truck Stop (hi. v. li.): Uwe Lost, Chris Kaufmann, Andreas Cisek, Teddy Ibing sowie (vorn v. li.) Knut Bewersdorff und Tim Reese (Foto: Truck Stop)
Buchholz: Empore |

WOCHENBLATT-Interview mit „Truck Stop“ vor dem Konzert-Wochenende in der Buchholzer Empore

tw. Buchholz. Selbst die Generation iPhone hat schon mal von diesen Musiker-Legenden gehört: Truck Stop, die sympathischen „Cowboys der Nation“, sind seit über 40 Jahren die deutsche Band am Country-Himmel. Ihr Charme, ganz ohne Allüren, macht sie zu Stars zum Anfassen. Auf ihrer aktuellen Tour „Heimspiel 2015“ macht Truck Stop am Samstag und Sonntag, 28. (20 Uhr) und 29. März (17 Uhr), Station im Buchholzer Veranstaltungszentrum Empore (Breite Str. 10). Knut Bewersdorff und Teddy Ibing nahmen sich stellvertretend für alle sechs Musiker von Truck Stop Zeit für ein Interview mit dem WOCHENBLATT.

WOCHENBLATT: Howdy, Knut und Teddy! Seit über vier Jahrzehnten sind Sie erfolgreich in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Wie oft wird da noch geprobt?
Teddy: Gewöhnlich proben wir einmal im Jahr das gesamte Programm für das bevorstehende Jahr. Das heißt, dass wir die neuen Songs der aktuellen CD bühnenfähig einstudieren. Studio und Bühne sind halt zwei verschiedene Dinge. Es gibt allerdings auch in der laufenden Saison Auftritte der besonderen Art, für die wir ein spezielles Programm einüben müssen. Dann müssen wir uns auch mal zwischendurch zusammen setzen. Die Proben gehen generell ziemlich flott, da sich jeder schon zu Hause entsprechend vorbereitet hat. Hier gilt der alte Musiker-Spruch: "Wer übt, kann nix!".

WOCHENBLATT: Seit 1973 stehen Sie (fast) alle gemeinsam auf der Bühne. Teilen Sie sich nach all den Jahren eine Garderobe?
Knut: Schon immer haben wir großen Wert auf Gemeinsamkeit und ein gutes "Band-Feeling" gelegt. Daher sind alle Musiker stets gemeinsam in einer Garderobe. Wenn die Größe der Garderobe es zulässt, teilen wir diese gerne auch mit unseren vier bis fünf Technikern. Die Garderobe ist vor und auch nach einem Konzert der Kommunikationsort, an dem wir uns austauschen und interne Dinge besprechen können. Im Sommer spielen wir sehr oft auch in großen Fest-Zelten in Süddeutschland (2.000 - 3.000 Personen). Dort haben wir in der Regel eh' eine große Garderobe, die oftmals einfach nur durch eine Zeltplane vom Zuschauerbereich abgetrennt ist. Da kann es schon mal vorkommen, dass jemand in die Garderobe kommt und die Zuschauer dann kurz direkt in unsere Garderobe schauen können. Hier und da stand dann auch einer von uns gerade mal in Unterhose da (*lacht*). Wir sehen das aber mit Humor und machen uns in solchen Situationen eher einen Spaß daraus.

WOCHENBLATT: Was darf in der Garderobe auf keinen Fall fehlen?
Knut: Im Grunde gibt es nur zwei wirklich wichtige Dinge, die nicht fehlen dürfen: Handtücher, die wir mit auf die Bühne nehmen können, um der "Schweißattacken" Herr zu werden, die durch die immense Hitze der Scheinwerfer ausgelöst werden. Und ausreichend Getränke. Im Gegensatz zu anderen Künstlern haben wir keinerlei Sonderwünsche. Wir waren und sind immer noch eine ehrliche, bodenständige und vollkommen einfach zu handelnde Country-Band. Ich glaube, dass dies unter anderem auch ein Grund für unseren Erfolg ist, denn das Publikum merkt genau, wenn sich ein Künstler verstellt.

WOCHENBLATT: Truck Stop hat zahlreiche Fanclubs - von wem ist Truck Stop Fan?
Teddy: Das ist bei sechs Gruppenmitgliedern individuell verschieden.

WOCHENBLATT: Hören denn die Truck Stop-Kinder auch Country-Musik?
Knut: Alle unsere Kinder sind mit der Musik von Truck Stop aufgewachsen. Für sie ist unsere Musik natürlich auch ein Teil ihres Lebens geworden. Von klein auf wurden alle unsere Kinder natürlich auch auf Live-Konzerte mitgenommen, die im Raum Nordheide und Hamburg - unserer Heimat - stattfanden. Die meisten unserer Kinder standen auch schon einige Male gemeinsam mit Truck Stop auf der Bühne. Ich erinnere mich da zum Beispiel an ein Weihnachtskonzert vor vielen Jahren in der Musikhalle Hamburg, bei dem Rolf Zukowski als Special Guest gemeinsam mit unseren, zu der Zeit noch kleineren, Kindern einige schöne Weihnachtslieder gesungen hat. Aber auch später, als unsere Kinder schon größer waren, waren einige von ihnen immer wieder mal als Sänger und Sängerinnen zu Gast auf unserer Bühne. Das kam beim Publikum immer besonders gut an.

WOCHENBLATT: Es gab und gibt auch im Musikerleben von Truck Stop Höhen und Tiefen, Siege und Niederlagen. Was würden Sie jungen Musikern als (Lebens-)Tipp mit auf den Weg geben?
Teddy: An sich glauben und sich nicht verbiegen lassen.
WOCHENBLATT: Genau wie es Truck Stop getan hat! Ihnen und uns weiterhin erstklassige Konzerte und vielen Dank für dieses Interview.

• Es gibt noch Karten die Konzerte in der „Empore“ (Breite Str. 10) in Buchholz. Reservierung: „Empore“-Kasse und unter Tel. 04181-287878.