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Arno Reglitzky läuft Marathon in Venedig

Drei fröhliche Marathonläufer aus Deutschland am Start in Venedig (v.l.): Gerd Baum, Arno Reglitzky, und Richard Karlstetter (Foto: BLW)

LEICHTATHLETIK: Der Dauerläufer: „Die Strecke stellte die stärksten Herausforderungen an mich“

(cc). Ein „umjubelter Held“ war er vor allem im Kreise seiner Familie. Denn auf das Marathon-Abenteuer in Venedig hat sich Arno Reglitzky aus Buchholz gemeinsam mit Ehefrau Ute, Tochter Anja und Schwiegersohn Richard Karlstetter eingelassen. „Es war ein hervorragend organisierter Marathon – die Stadt ist super toll“, lobte Arno Reglitzky: „Die Strecke stellte aber eine der stärksten Herausforderungen dar.“
Die Marathonstrecke über die klassische Distanz von 42,195 Kilometer hatte es in sich: Brücken ohne Ende bei schlechtem Straßenzustand. „Da sind die Straßen deutlich besser in Buchholz“, scherzte der 79-jährige Dauerläufer.
Da Venedig mehr Wasserstraßen als Laufwege hat, wurde der Marathon mit rund 8000 Teilnehmern in Stra, einer kleinen Stadt westlich von Venedig, gestartet. Die Strecke umsäumt von begeisterten anfeuernden Zuschauern und vielen Live-Bands. Der Lauf führte durch eine wunderbare italienische Landschaft bis zum größten Park Europas, dem Parco San Giuliano bei Kilometer 30. Da begann auch für Arno Reglitzky „das Läuferdrama“. „Es waren nicht nur die einen Läufer bewussten 30 km, wo es anfängt richtig weh zu tun. Jetzt fingen auch noch die Steigungen an, sodass man diesen außergewöhnlichen Park leider nicht wirklich genießen konnte“, berichtete der Blau-Weiss-Vorsitzende und Macher des Buchholzer Stadtlaufs.
Anschließend kam der traumatische Weg in Richtung Insel-Stadt Venedig auf einer rund fünf Kilometer langen schnurgeraden Strecke mit stetigen Steigungen. Vor dem Ziel stand der Rundlauf über den Markusplatz inmitten Tausender jubelnder Zuschauer auf dem Plan. Arno Reglitzky resümiert: „Es war schon wirklich einmalig auf dem Markusplatz, aber die vielen Brücken vorher hatten mir die letzte Kraft geraubt, ich war nicht mehr in der Lage, das zu genießen, wollte nur noch ins Ziel und keinen einzigen Schritt mehr laufen. Da mich mein Schwiegersohn Richard die letzten fünf Kilometer so motiviert hatte, konnte ich einfach nicht stehen bleiben“.
Am Ziel wurde Arno Reglitzky als Erster der Altersklasse M 80 (4:48:50 Std.) gefeiert. Seine Verfolger auf den Plätzen zwei und drei waren mit einem Rückstand von 18 bzw. 75 Minuten deutlich hinter ihm.