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„Das wird für uns kein Selbstgänger“

In gemeinsamen Zeiten der beiden Teams in der 1. Bundesliga (Saison 2015/16) spielte Lisa Prior (li.) im Trikot von Rosengarten-Buchholz, und Evelyn Schulz für den BSV. Zum Saisonbeginn 2016/17 spielt Lisa im Erstligateam des BSV, und Evelyn bei den "Luchsen" in der 2. Liga. Beide Spielerinnen treffen am kommenden Mittwoch erneut aufeinander
 
"Das wird kein Selbstläufer für den BSV", sagt Trainer Dirk Leun

HANDBALL: Spannung vor dem Pokalkracher zwischen Zweitligist SGH Rosengarten-BW Buchholz und dem Erstligisten Buxtehuder SV

(cc). Am Mittwoch, 11. Januar, ist es soweit: Im Viertelfinale des DHB-Pokals treffen in der Buxtehuder Halle Nord (19.30 Uhr) Zweitligist SGH Rosengarten-BW Buchholz und der Erstligist und Deutsche Pokalsieger 2015 Buxtehuder SV aufeinander. Auf der Anzeigentafel in der Halle werden die „Luchse“ als Heim-Mannschaft genannt. Aufgrund des hohen Zuschauerinteresses haben sie allerdings das Heimrecht mit dem BSV getauscht.
Es geht um den Einzug in die Runde der besten Vier im Deutschen Handball-Pokal. Ausgerechnet zwischen den beiden Nachbarvereinen Buxtehuder SV (BSV) und SGH Rosengarten-BW Buchholz, die langjährige Kooperationspartner sind, wird ein Final-Four-Teilnehmer ermittelt. Darauf freuen sich die Handball-Fans aus den beiden Regionen schon seit die Auslosung bekannt wurde. „Zum Nachbarschaftsduell erwarten wir 1.600 Zuschauer“, freut sich BSV-Obmann Michael Jungblut. Im Rahmenprogramm werden mit der Sparkasse Harburg-Buxtehude ein Gewinnspiel und der Auftritt der Sängerin Nikola Frehsee vor dem Spiel und in der Halbzeit präsentiert.
„Es wird ein Event. Wir freuen uns total auf das anstehende Spiel. Auch die Mädels, die vor einer großen Kulisse spielen werden“, sagt „Luchse“-Trainer Steffen Birk­ner. „Buxtehude ist klar in der Favoritenrolle. In den beiden letzten Spielen haben wir zweimal gegen den BSV verloren. Der Qualitätsunterschied zwischen den beiden Mannschaften ist riesengroß. Wir haben nur eine minimale Siegchance, die wir aber nutzen wollen“, verspricht der Rosengarten-Coach. „Obwohl mir kürzlich eine Statistik in die Hände fiel, nach der Spiele zwischen ­einem Erstligisten und einem Zweitligisten zu 95 Prozent vom Erstligisten entschieden wurden“, fügt Birkner mit einem verschmitzten Lächeln hinzu. Beide Mannschaften stehen aktuell auf dem vierten Tabellenplatz: Der Buxtehuder SV in der ersten Liga, Rosengarten-Buchholz in der zweiten Bundesliga.
„Wir werden die entscheidenden Schritte zum Einzug in das Pokal-Halbfinale gehen und dabei unsere vorhandenen Vorteile umsetzen“, sagt der Buxtehuder Trainer Dirk Leun: „Es wird aber kein Selbstläufer für uns. So ein Nachbarschaftsduell ist immer ein besonderes Spiel.“
Beide Trainer konnten wieder mit ihrem vollständigen Kader trainieren.
„Nur meine Langzeitverletzte Yara Nijboer kann noch nicht eingesetzt werden“, berichtet Dirk Leun. Bei Rosengarten-Buchholz konnte sich Steffen Birkner zwar am ersten Trainingstag nach seinem zweiwöchigen Urlaub auf einen vollen Kader freuen, bekam aber auch von Meike Schult gemeldet, dass sie noch Fußprobleme hat. Vor dem Pokalknüller am kommenden Mittwoch müssen beide Mannschaften noch ihre Punktspiele bestreiten: Rosengarten-Buchholz am heutigen Samstag, 7. Januar, auswärts beim TSV Haunstetten, und Erstligist Buxtehude am Sonntag, 8. Januar, beim BVB Dortmund.
Weitere Teams, die bereits das Viertelfinale im DHB-Pokal erreicht haben, sind TuS Metzingen und der VfL Oldenburg, die SG BBM Bietigheim und TSG Ketsch (spielen ebenso am 11. Januar) sowie der Thüringer HC und Frisch Auf Göppingen, die am 14. Januar um den Einzug ins Final Four spielen.
Den Austragungsort für das Final Four legt der Ligaverband HBF erst nach den Viertelfinals fest. Bewerben können sich alle Halbfinalisten. Auch der BSV will dem HBF im Falle des Weiterkommens ein Konzept vorlegen und hat vorsorglich eine Sporthalle in Hamburg dafür reservieren lassen. „Die Halbfinals werden in der letzten Mai-Woche gespielt“, berichtet Dirk Leun. Auch den Pokal-Favoriten aus dem Großraum Stuttgart, Metzingen und Bietigheim, werden gute Chancen ausgerechnet, den Zuschlag als Austragungsort zu bekommen.