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Die junggebliebenen Zelluloid-Artisten

Im Doppel der Altersklasse 70 erreichten Rainer Wust (re.) und Gerhard Wulf (li.) sogar das Finale der besten 32 bei der EM in Bremen (Foto: oh)

TISCHTENNIS: Bei der EM in Bremen waren 2900 Senioren aus 40 Nationen am Start

(cc). Auf der Suche nach einem sinnvollen Zeitvertreib, schwingen immer mehr ältere Menschen den Schläger. Fast 2900 solcher Zelluloid-Artisten aus 40 Nationen waren es, die kürzlich bei den Tischtennis-Europameisterschaften in Bremen ihre Besten ermittelten. Alles Seniorinnen und Senioren zwischen 40 und 92 Jahre alt, die an 170 Tischen die kleinen Bälle über das Netz schmetterten. Darunter auch aktive Spieler aus unserem Kreisgebiet, die gemeinsam mit Stars des Tischtennissport wie Olga Nemes und Steffen „Speedy“ Fetzner außergewöhnliche Momente erlebten. „Momente, die sich für die Ewigkeit einprägen,“ strahlt Sandra Böttcher von Blau-Weiss Buchholz, die gemeinsam mit ihrer ehemaligen Fleestedter Teamkollegin Ilka Rudloff das Achterfinale im Doppel der Altersklasse (AK) 40 erreicht hat. Auch wenn sie in dem kleinen Finale eine Niederlage nach vier Sätzen gegen das slowakische Duo Petrekova - Daubnerova hinnehmen mussten, wird dieser sportliche Erfolg den beiden noch lange in Erinnerung bleiben. Im Einzel kam die Fleestedterin Ilka Rudloff als Zweite nach den Gruppenspielen bis in das Hauptfeld – verlor aber dann mit 5:11, 5:11 und 7:11 gegen die Slovakin Marta Daubnerova. Für Doppelpartnerin Sandra Böttcher kam das Turnier-Aus schon früher, denn sie hatte die Senioren-Weltmeisterin 2012, Alessia Arisi, in ihrer Gruppe. Die Hauptrunde erreichte auch die Tostedterin Johanna Niepel, die im Damen-Einzel der AK50 allerdings von der Schwedin Helena Sundlöf am Weiterkommen gehindert wurde. Im Senioren-Einzel der AK80 erreichte Wilfried Schradick von Blau-Weiss Buchholz die Hauptrunde, verlor dann aber gegen den Briten Fred Lockwood in drei Sätzen. Für eine faustdicke Überraschung dieser EM sorgte Rainer Wust vom TSV Buchholz 08, der von den Landkreis-Athleten das beste Ergebnis erzielen konnte. In der Altersklasse 70 wurde der Buchholzer erst Bester seiner Gruppe, und konnte erst anschließend im Finale der letzte 32 von Peter Kelb in drei Sätzen gestoppt werden. In der Doppelkonkurrenz kam Rainer Wust sogar gemeinsam mit Gerhard Wulf bis in das Viertelfinale . Dort verlor das AK70-Duo aber im Entscheidungssatz mit 5:11 gegen die Schweden Franzen – Jagebro. Dabei war die Partie beim 8:8 im dritten Satz noch völlig ausgeglichen.