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Motorradrennfahrer Philipp Freitag: Führt der Weg in die Junioren-WM?

Zwei, die sich verstehen: Philipp Freitag (re.) und Speedway-Legende Egon Müller
os. Buchholz. Mit professioneller Unterstützung will Motorradrennfahrer Philipp Freitag (20) den nächsten Schritt auf der Karriereleiter gehen: Sportmarketing-Manager Beat Anlicker aus der Schweiz ist als neuer Manager auf der Suche nach einem Team, in dem der Buchholzer in der kommenden Saison der Moto3 Junioren-WM antreten kann. Die Zeit drängt: Es bleiben nur wenige Wochen, um die notwendigen 160.000 Euro aufzutreiben. Die Saison startet bereits Ende März, offenbar gibt es Interessenten, die Philipp Freitag aufnehmen wollen.
Die Moto3 Junioren-WM besteht aus zwölf Rennen an acht Renntagen und wird in Spanien, Portugal und Frankreich ausgetragen. Sie gilt als perfektes Sprungbrett für junge Motorradrennfahrer für einen Startplatz im GP, der Motorrad-WM der Profis. „Vom Niveau her ist das ein anderes Kaliber als die Rennserien, in denen ich bislang gefahren bin“, erklärte Philipp Freitag jüngst bei einem Sponsorentreffen in Buchholz. Wie berichtet, hatte der 20-Jährige in den vergangenen beiden Jahren mit großem Erfolg am ADAC Northern Europe Cup teilgenommen. In der abgelaufenen Saison verhinderte nur ein Sturz im letzten Rennen den Sprung auf Gesamtrang zwei. Am Ende stand Rang drei, zwei Siege auf der englischen Traditionsstrecke in Donington Park waren die Höhepunkte der Saison.
Eigentlich sollte Philipp Freitag, der im vergangenen Herbst an der Universität Hamburg ein Geschichts- und Japanologie-Studium aufgenommen hat, in dieser Saison noch einmal im Northern Europe Cup antreten. Dieser wurde allerdings kurzfristig abgesagt. „Wir müssen jetzt halt schnell arbeiten“, sagte Freitags neuer Manager Beat Anlicker beim Sponsorentreffen. Der Buchholzer bringe alles mit, um im Hochleistungssport Motorradrennfahren zu bestehen. Deshalb werde er sich engagieren und neben der Sponsorensuche auch die Marke Philipp Freitag weiter ausbauen. Mit einem Netzwerk aus lokalen Unterstützern, u.a. das WOCHENBLATT, hätten Philipp Freitag und sein Vater Alexander eine gute Basis gelegt. Mittelfristiges Ziel sei es, dass Philipp Freitag einen Platz in der Moto-GP ergattert. „Wir denken jetzt in Drei-Jahres-Zyklen, wobei jedem klar ist, dass junge Rennfahrer zunächst Geld mitbringen müssen, um in der GP fahren zu können“, sagte Beat Anlicker.
Weitere prominente Unterstützung erhält der junge Buchholzer von Speedway-Legende Egon Müller (69). „Philipp strahlt viel Herzlichkeit aus“, sagte der Weltmeister von 1974. Philipp brauche nicht ganz so verrückt zu sein wie er selbst, betonte Müller: „Aber wenn er ein bisschen verrückt ist und die Richtung stimmt, kommt der Erfolg von ganz allein.“