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Nikias Arndt: Fest etabliert in der Radsport-Elite

Er fühlt sich in den Bergen wohl und zeigte auch seine Sprint-Qualitäten: Radrenn-Profi Nikias Arndt beim Giro d‘Italia (Foto: Cor Vos / Team Giant-Alpecin)

Gebürtiger Buchholzer gewinnt letzte Etappe des Giro d'Italia und könnte bei der Tour de France wieder zum Einsatz kommen

(os). Einen der größten Triumphe seiner bisherigen Karriere hob sich Radrenn-Profi Nikias Arndt (24, Team Giant-Alpecin) bis zum Schluss auf: Beim jüngst beendeten Giro d‘Italia holte sich der gebürtige Buchholzer auf der letzten Etappe den Sieg. Im Sprint hatte Arndt zunächst den Kürzeren gegen Giacomo Nizzolo gezogen. Da der Italiener aber seinen Konkurrenten Sacha Modolo behindert hatte, wurde ihm nachträglich der Sieg aberkannt. Arndt konnte jubeln.
Rechtzeitig vor der großen Italien-Schleife war Arndt in Form gekommen. Wegen anhaltender Knieprobleme war der Allrounder verspätet in die Saison gestartet, hatte dann aber z.B. beim Frühjahrsklassiker Paris-Roubaix auf Rang 28 respektable Ergebnisse erzielt.
Geboren in Buchholz, lebte Nikias Arndt später in Maschen und startete für die RG Hamburg. Zum Radsport fand Nikias im Alter von sieben Jahren, als er seinen Vater Wolfgang beim Jedermannrennen der Vattenfall Cyclassics in Hamburg anfeuerte. „Danach hat er seinem Vater gesagt: ‚Ich will auch Radrennen bestreiten‘“, erklärt Uwe Varenkamp. Der Leiter der Jedermannrennen bei den Cyclassics, der in Buchholz lebt, unterstützte das WOCHENBLATT bei den Recherchen. Bereits im Alter von 13 Jahren wechselte Nikias Arndt ins Radsport-Internat nach Cottbus. Nach zwei Jahren beim Team LKT Brandenburg, für das er u.a. 2010 beim Radsport-Klassiker „GP Buchholz“ in seiner Heimatstadt startete, unterschrieb Arndt 2012 beim Team Argos-Shimano den ersten Profi-Vertrag.
Derzeit trainiert Nikias Arndt in seinem Wohnort Bonn und bereitet sich auf die kommenden Aufgaben vor. Am 12. Juni startet der 1,88 Meter lange Modellathlet bei der 100. Auflage des Rennens „Rund um Köln“, danach steht die ZLM-Tour in den Niederlanden auf dem Programm. Danach könnte Nikias Arndt im ganz großen Rampenlicht stehen: Er steht im 14-köpfigen Aufgebot für die Tour de France. Für die weltweit bedeutendste Rundtour, die vom 2. bis 24. Juli ausgetragen wird, ist Arndt als Ersatzfahrer vorgesehen. Sollte ein Teamkollege ausfallen, könnte der gebürtige Buchholzer schnell nachrücken. Für die dritte große Landesrundfahrt, die Vuelta in Spanien vom 20. August bis 11. September, ist Arndt wieder als Stammfahrer eingeplant. Nikias Arndt hat es geschafft: Aus kleinen Anfängen mit Trainingstouren im Landkreis Harburg ist er in die Elite des Radrennsports aufgestiegen.