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TSV Stelle musste Derbypunkt teuer bezahlen

Lara Warpaul (Mitte) vom TSV Stelle behauptet in dieser Szene den Ball gegen die Elbmarscher Mittelfeldspielerinnen Annnika Blecken (li.) und Janne-Helene Schröder

FUSSBALL: Eintracht Elbmarsch überrascht beim 2:2 im Landesliga-Nachbarduell – TSV Stelle hat am Ende drei Verletzte im Team zu beklagen

(cc). Das mit Spannung erwartete Derby in der Fußball-Landesliga der Frauen zwischen dem favorisierten TSV Stelle und Aufsteiger Eintracht Elbmarsch endete 2:2, nachdem Elbmarsch trotz einer 2:0-Führung der Gastgeberinnen noch den Ausgleich geschafft hatte.
Doch wirklichen Grund zur Freude über den geretteten Punkt hatte keiner beim TSV. Denn Stelle hatte an diesem Spieltag viel Verletzungspech: Bereits in der 31. Spielminute musste TSV-Verteidigerin Bianca Frommann mit heftigen Schmerzen am Kiefergelenk ausgewechselt werden. Eine Minute vor dem Pausenpfiff musste nach einer torlosen ersten Halbzeit Anne Palinski humpelnd mit Knieproblemen das Spielfeld vorzeitig verlassen. Im zweiten Durchgang zog sich mit Nina Schill in der 72. Minute eine dritte Steller Abwehrspielerin eine Verletzung zu. Sie stürzte in einem Zweikampf vor der eigenen Strafraumgrenze so unglücklich, dass sie mit Verdacht auf Kreuzbandriss mit dem Rettungswagen in das Krankenhaus in Winsen gebracht werden musste.
Vorher hatten die Gastgeberinnen noch über zwei herrliche Tore jubeln können: Erst war es Alina Prüfer, die nach einem Alleingang den Ball auf Jennifer Eick ablegte, und diese zur 1:0-Führung (50. Minute) für den TSV Stelle traf. Keine zwei Minuten später behauptete Lara Warpaul den Ball auf der Außenbahn, und flankte ihn auf Alina Prüfer, die im Gedränge mit dem Kopf zum 2:0 einnickte (52.). Weiter ging es auf der Gegenseite, auf der Janne-Helene Schröder durchstartete, und mit ihrem Treffer zum 1:2 (57.) für die Eintracht Elbmarsch verkürzte. Vom Mittelpunkt ging es weiter, und schon war es Nathalie Bödder, die das runde Leder eroberte, und damit in Richtung TSV-Gehäuse lief. Mit einem strammen Schuss aus 20 Metern erzielte sie den 2:2-Ausgleich (59. Minute) für die Eintracht. Die Gäste hatten sogar noch die Gelegenheit das Derby zu ihren Gunsten zu entscheiden. Aber den Freistoß von Lena Tode konnte TSV-Torhüterin Wiebke Rieckmann entschärfen. Es blieb beim 2:2-Remis. „Wir hätten noch nachlegen müssen“, meinte Elbmarsch-Trainer Jan Flindt nach dem Spiel: „Als Aufsteiger können wir aber mit dem Punkt zufrieden sein.“ Der gastgebende TSV Stelle, bei dem Trainer Patrick Eick an diesem Tag verhindert war, hätte seine Torchancen schon in der ersten Spielhälfte nutzen müssen. „Trotz einiger Umstellungen gelang es uns, über weite Strecken des Spiels unser System zu spielen und gerade die Abwehr bewies nach vielen Wechseln ihre Stärke. Die zwei verschenkten Punkte sind unglücklich, aber angesichts der Verletzungen nebensächlich“, resümierte TSV-Teamsprecherin Giulia Stürmer.
Am fünften Spieltag der Landesliga muss der TSV Stelle (4. Rang) am Sonntag, 1. Oktober, zum Tabellenvorletzten TuS Harsefeld reisen. Ebenso am Sonntag spielt die Eintracht Elbmarsch (5.) auswärts beim Tabellendritten VfL Lüneburg.