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50 Jahre Handels- und Gewerbeverein Schneverdingen (HGV)

Die Schneverdinger und die Bewohner der Region nutzen gern die verkaufsoffenen Sonntage, die der Handels- und Gewerbeverein Schneverdingen einführte (Foto: as)
ah. Schneverdigen. Vor 50 Jahren gab es in der Heidemetropole ein wichtiges Ereignis: Am 2. November gründeten 22 engagierte und verantwortungsbewusste Unternehmer den Schneverdinger Handels- und Gewerbeverein (HGV). Der Verein wollte die Interessen aller selbstständigen Unternehmer aus allen Berufen und Branchen, die über die fachlichen Angelegenheiten hinausgingen, gemeinsam für alle vertreten, um den Forderungen der mittelständischen Berufe gegenüber der Verwaltung zu vertreten.
Als 1. Vorsitzender wurde der Kaufmann Fritz Wieckhorst gewählt. Seine Stellvertreter waren der Kaufmann Hans Riebesehl und Dachdeckermeister August Sachau. Zunächst dienten die Treffen dazu, sich branchenübergreifend besser kennenzulernen und grundsätzliche Ziele zu formulieren. Der HGV wuchs auf über 100 Mitgliedsbetriebe an. In Arbeits- und Diskussionsabenden wurde Verbraucheraufklärung über die Vorteile der persönlichen und individuellen Beratung in den Betrieben betrieben. In einer engen Zusammenarbeit mit der Kommunalverwaltung unter dem Stadtdirektor Walter Peters wurde die Förderung des Fremdenverkehrs angestrengt und auf Verkehrs- und Infrastrukturmaßnahmen Einfluss genommen.
Mit der Verleihung der Stadtrechte an Schneverdingen im Jahr 1976 gewann der HGV als Vertretung der ansässigen Firmen an Bedeutung. Vor allem unter dem Vorsitz von Nils-Peter Kolthammer, der 1981 an die Spitze des Vereins gewählt wurde, konnte der HGV erheblich auf die Entwicklung im städtischen Bereich Einfluss nehmen. Ein wichtiges Argument der Kaufleute, daß bis heute gilt: „Ohne Steuereinnahmen keine kommunalen Leistungen für die Bürger“.
Unter dem Vorsitz von Nils-Peter Kolthammer wurden Ideen und Projekte umgesetzt: 1981 findet der erste „Snevern Wiehnachtsmarkt“ statt. !994 startet ein Weihnachtsgewinnspiel des Einzelhandels, um damit auch die Kosten für die neu angeschaffte Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt zu finanzieren und die Verluste des Weihnachtsmarktes auszugleichen. Als erster Preis stand ein knallroter Kleinwagen im Wert von fast 10.000 D-Mark vor der Kreissparkasse am Markt. Im Oktober 1984 findet der erste verkaufsoffene Sonntag statt. Der riesige Erfolg gibt den Kaufleuten Recht und sie beschließen weitere verkaufsoffene Sonntage. Im Jahr 1999 eröffnet der Bürgermeister Fritz-Ulrich Kasch mit dem HGV die erste „Musik-am-Mittwoch“-Veranstaltung - erneut mit tollem Erfolg. Seit nunmehr 16 Jahren veranstaltet der HGV die Veranstaltung.
Mit der „Zukunftskonferenz“ im Jahr 2005 beschreitet der HGV den Weg der Einbindung der Schneverdinger Bevölkerung in die Weiterentwicklung des gemeinsames Lebensraums. Unter der Dachmarke „Stadtmarketing“ werden in der Zukunftsversion Begriffe wie Bürgerbeteiligung, Mitverantwortung und Lebensqualität in den Vordergrund gestellt.
Im April 2008 endet die Ära des Vorsitzendes Nils-Peter Kolthammer, der zum Dank für sein Engagement zum Ehrenvorsitzenden gewählt wird. Nachfolger wird der Kaufmann Roland Schmid. Unter seiner bis heute dauernden Vereinsführung konnte sich der wirtschaftliche Erfolg des Handels- und Gewerbestandortes Schneverdingen weiterentwickeln und vor allem als „freundliche Einkaufsstadt“ in der Region etablieren. Mit der Einführung des Einkaufsgutscheins „Snevern 10er“ konnte der HGV ein einzigartiges Geschäftsmodell etablieren, das zur Kundenbindung und Umsatzsicherung beigetragen hat. Nach vier Jahren Laufzeit und Erfolgsgeschichte ist der Gutschein, der heute in über 100 Annahmestellen eingelöst werden kann, von allen Schneverdingen fast wie eine eigene Währung angenommen.Auf den HGV sieht Roland Schmid veränderte Anforderungen zukommen. Den Einflüssen des Online-Versandhandels und der zunehmenden Bedeutung der Oberzentren haben sich die Unternehmer erfolgreich entgegengestemmt.