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75-Tonnen-Presse am Haken

Die Tiefziehpresse hängt in einem speziellen Hydrauliksystem

Nach der Insolvenz von "Metall- und Gehäusebau Buchholz": Spezialmaschine wurde von Buchholz nach München transportiert

os. Buchholz. Das war ein echter Schwertransport: Am Mittwoch wurde eine 75-Tonnen-Tiefziehpresse in Buchholz abmontiert und in professioneller Millimeterarbeit auf einen Tieftransporter geladen, der die Spezialmaschine nach München überführte.
Die Tiefziehpresse, die u.a. für die Herstellung von B-Säulen in der Automobilindustrie verwendet wird, stammt aus der Insolvenzmasse der Firma "Metall- und Gehäusebau Buchholz", ehemals "Maier-Barlen". Das 1948 von Maxim Maier-Barlen gegründete Unternehmen war im vergangenen Herbst pleite gegangen. Am 27. Januar verkaufte die Firma "b.i.s. auktion" im Auftrag des Insolvenzverwalters einen Großteil des Inventars. Die Presse fand zunächst keinen Abnehmer, ehe der Automobilzulieferer Hofer aus Garching bei München die 1964 hergestellte Maschine auf dem freien Markt erwarb.
Hofer beauftragte das Spezialunternehmen Klema mit der Demontage und dem Transport der Tiefziehpresse. "Für uns sind diese 75 Tonnen eher Spielzeug", sagte Projektleiter Werner Roth mit einem Schmunzeln. Die Hydrauliksysteme seiner Firma können bis zu 800 Tonnen schwere Geräte bewegen. Jeder Handgriff saß, sodass die Presse innerhalb weniger Stunden transportbereit war.
In die Halle von "Metall- und Gehäusebau Buchholz" an der Brauerstraße ist das Veranstaltungstechnik-Unternehmen "GROH-PA" eingezogen. Der Umzug aus der kleineren Halle in Maschen soll demnächst abgeschlossen sein.