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Borchmann erhält den letzten Bescheid

Erster Kreisrat Rainer Rempe (v. li.) und Rosengartens Bürgermeister Dietmar Stadie übergaben den letzten Förderbescheid an Rosemarie und Ralf Borchmann (Foto: oh)

Kreis-Programm zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen ist ausgelaufen / Positives Fazit

(os). Ein positives Fazit des kreiseigenen Programms zur Förderung von Investitionen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hat Erster Kreisrat Rainer Rempe zum Abschluss der Maßnahme gezogen. "Mit der KMU-Förderung haben wir zweifellos Erfolgsgeschichte geschrieben. Sie war ein außerordentlich effektives Instrument zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in allen Branchen", sagte Rempe jüngst in Nenndorf. Mit Rosengartens Bürgermeister Dietmar Stadie übergab er den letzten Förderbescheid an Rosemarie Borchmann, Geschäftsführerin der IAS Borchmann GmbH.
Wie berichtet, wurde das KMU-Programm im Rahmen der EU-Förderperiode 2007 bis 2013 für die Region aufgelegt. Bis zu einer Höhe von 50.000 Euro konnten Betriebe 15 Prozent ihrer Investitionskosten als Zuschuss erhalten. Voraussetzung für die Förderung war die dauerhafte Schaffung von Arbeitsplätzen durch Betriebserweiterungen, -verlagerungen oder Existenzgründungen. Finanziert wurde die KMU-Förderung zu 75 Prozent aus EU-Mitteln. Jeweils 12,5 Prozent steuerten der Landkreis und die jeweilige Standortgemeinde bei.
In den vergangenen sieben Jahren erhielten 96 Unternehmen im Landkreis Harburg Fördermittel in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro. Erster Kreisrat Rempe: "Wichtig war uns, die Unternehmen zu eigenen Investitionen anzuregen." Diese Rechnung sei aufgegangen: Die geförderten Betriebe haben mehr als 50 Millionen zusätzlich investiert. 360 Arbeitsplätze seien neu geschaffen, über 1.000 Arbeitsplätze gesichert worden, so Rempe.
"Der Förderzuschuss von 50.000 Euro ist ein ganz wichtiger Baustein zur Finanzierung unserer Betriebsverlagerung", sagt Unternehmerin Rosemarie Borchmann. Der Industrieanlagenbauer übersiedelt von Hamburg nach Nenndorf und investiert rund 700.000 Euro in den neuen Standort mit Werkshalle, Sozialräumen und Bürokomplex.
Nachdem das EU-Förderprogramm ausgelaufen ist, wird das KMU-Projekt in der bisherigen Form nicht mehr geben. Rainer Rempe: "Um diese Erfolgsgeschichte fortsetzen zu können, müssen wir uns dringend um alternative Fördermöglichkeiten kümmern, damit die ansonsten absehbare Förderlücke geschlossen werden kann."