Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Die Zukunft: Fahren mit Strom - Woche der E-Mobilität in Buchholz

Wann? 13.04.2017 10:00 Uhr bis 22.04.2017 14:00 Uhr

Wo? Buchholz Galerie, Breite Straße, 21244 Buchholz in der Nordheide DE
Das E-Mobilitätsteam von Kuhn+Witte (v. li.): Caroline Schröder, Kathrin Wegmann und Geschäftsführer Oliver Bohn
 
Der neue e-Golf setzt Maßstäbe (Foto: Volkswagen)
 
Die Stromladevorrichtungen werden in Buchholz oft genutzt
 
Jan Bauer (Stadtwerke Buchholz) (Foto: Archiv)
Buchholz in der Nordheide: Buchholz Galerie |

Sie sind leise, sie sind sauber, sie sind der Antrieb einer neuen Fahrzeug-Generation: Automobile mit Elektromotoren. Emissionsfrei fahren schon tausende zuverlässig über Deutschlands Straßen – und es werden täglich mehr.
Das Autohaus „Kuhn+Witte / Köhnke / Rohn) eines der Pionierunternehmen für E-Mobilität im Landkreis Harburg, zeigt ab dieser Woche in der Buchholz Galerie, was heute schon mit Strom machbar ist – und das ist oft bestimmt mehr, als man denkt. Ganz schön spannend: Fahrzeuge mit Elektro-Antrieb sind im Begriff, konventionelle Antriebe zu ersetzen. In naher Zukunft werden sie zum Alltagsbild auf unseren Straßen gehören. Noch sind sie die Ausnahme – doch das soll sich aus vielen guten Gründen schnell ändern. Dafür möchte das traditionsreiche Jesteburger Autohaus „Kuhn+Witte“ mit der „Woche der E-Mobilität“ diese neue Technik voranbringen und präsentiert ab sofort bis Donnerstag,13. April, von 10 bis 14 Uhr, im Buchholzer Einkaufszentrum Buchholz Galerie einen attraktiven Mix aus Information und Unterhaltung.

Der Besucher erfährt alles über das Fahren mit Strom:
• Batterie- und Speichertechnologien
• Welche Ladeoptionen bestehen zuhause, unterwegs oder am Arbeitsplatz?
• Passende Ladekabel, Installationen und Hausanschlüsse
• Beratung zu Authentifizierungsmöglichkeiten/Ladekarten bei öffentlichen
Ladestationen
• Informationen zu Fördermöglichkeiten und Unterstützung bei der
Beantragung des Umweltbonus
• Emissionseinsparung und Umweltschutz

Und weil sich Theorie mit praktischen Beispielen viel schöner erklären lässt, werden drei der modernsten Elektro-Fahrzeuge aus dem Volkswagen-Konzern für
Entdecker mit geöffneten Türen und Motorhaube vor Ort sein. Das ist Überzeugungsarbeit live – und beste Werbung in Sachen neuer Mobilität.

Den „Super Samstag“ für Informationen nutzen
Umweltfreundlich handeln und Spaß dabei haben? Das ist kein Widerspruch – der „Super Samstag“, 8. April, in der Buchholz Galerie zeigt es. Denn dort präsentieren die beteiligten Unternehmen nicht nur elektrische Highlights, sondern auch Unterhaltung und Gewinnspiele. Besonders die jüngsten Verkehrs-
teilnehmer erwartet ein buntes Programm, gestaltet vom „Kleckshaus“ aus Jesteburg.
Dort probieren die Kids coole Bastelideen aus oder können ihren eigenen Mini-Kresse-Garten bepflanzen.
An die Erwachsenen richtet sich eine Fotoaktion und der „E-Wunschbaum“, an den ganz persönliche Umweltwünsche geheftet werden können.
Es lohnt sich also, zur E-Woche in die Buchholz Galerie zu gehen.


Der neue e-Golf setzt die Maßstäbe
Die neue Version des e-Golf ist am Start. Und natürlich beansprucht er wieder die Pole-Position: mit seiner Lithium-Ionen-Batterie, deren Energiegehalt von 24,2 kWh auf 35,8 kWh erhöht wurde, vergrößert sich sein Aktionsradius im Vergleich zum Vorgänger um 50 Prozent. 300 Kilometer sind jetzt schon ohne Ladestop machbar.
• Serienmäßig mehr Ausstattung: unter anderem 9,2-Zoll-Infotainmentsystem inklusive Gestensteuerung
• Car-Net e-Remote App: Bequemer Zugriff zu den wichtigsten
Fahrzeugfunktionen per Smartphone
• Die Wärmepumpe sorgt auch an kalten Tagen für sichere
Reichweite und Wohlfühlkomfort
Der e-Golf kommt mit einer Leistungssteigerung auf jetzt 100 kW (136 PS) und erledigt den Sprint auf 100 km/h in 9,6 Sekunden. Die Preise für das emissionsfreie Modell starten ab 35.900 Euro, abzgl. des
Umwelt-Bonus.

„Wir setzen auf E-Mobilität!“
Das Thema E-Mobilität wird in Zukunft Hersteller, Stromanbieter und Konsumenten immer mehr beschäftigen. Noch wird der Umwelt-Bonus von den Autokäufern nur zögerlich genutzt, doch der E-Mobilität gehört die Zukunft.
PR-Redaktionsleiter Axel-Holger Haase sprach mit Oliver Bohn, Geschäftsführer des Jesteburger Autohauses Kuhn+Witte, und Jan Bauer, Vertriebsleiter der Stadtwerke Buchholz.
WOCHENBLATT: E-Mobilität ist der Schritt in die Zukunft. Volkswagen bietet eine breite Palette an E-Fahrzeugen, die Stadtwerke Buchholz bieten Lademöglichkeiten. Wie arbeiten Autohäuser und Stromanbieter zusammen?
Jan Bauer: Beide ziehen am gleichen Strang und haben die gleichen Kunden. Wir den Strom und Kuhn+Witte/Köhnke die modernen Fahrzeuge.
Oliver Bohn: Nehmen Sie z.B. die jetzt beginnende E-Mobilitätsausstellung in der Buchholz Galerie. Die Stadtwerke undKuhn+Witte/Köhnke initiieren beide zusammen dieses Event und sind gemeinsam vor Ort. Ich mag gerne mit Menschen zusammen arbeiten, die Weitblick haben. Jan Bauer gehört dazu.
WOCHENBLATT: Die Förderprämie wird momentan noch nicht ausreichend von den Verbrauchern genutzt. Was muss sich ändern, damit der Absatz an E-Mobilen steigt?
Oliver Bohn: Durch die Diesel-Thematik und einer verschärften Umweltgesetzgebung steht eine Trendwende zur Elektromobilität bevor. Bei Volkswagen hat man sich das Ziel gesetzt, bis 2025 Marktführer in Sachen Elektromobilität zu sein. Wir möchten 30 Prozent unseres Absatzes mit Elektrofahrzeugen erzielen. Jetzt brauchen wir Fahrzeuge mit höheren Reichweiten und eine bessere Ladeinfrastruktur. Beides ist in Arbeit. Wir haben uns auch professioneller aufgestellt: Kuhn+Witte hat seit gut einem halben Jahr mit Kathrin Wegmann eine Elektromobilitäts- und Umweltbeauftragte. Unsere Kunden jetzt ein sogenanntes ‚Power-Paket‘. Der Verkaufsberater berät bei der Bestellung des E-Fahrzeuges. Dann kommt Kathrin Wegmann ins Spiel. Sie hilft unseren Kunden bei anschließenden Fragen, wie z.B. den verschiedenen Förderprojekten und für welche Ladestationen man sich entscheiden kann.
WOCHENBLATT: Die meisten Fahrten im städtischen Bereich sind Kurzstrecken. Also ideal für E-Fahrzeuge. Weshalb scheuen trotzdem viele Verbraucher den Kauf von E-Fahrzeugen?
Jan Bauer: Ein E-Fahrzeug lohnt sich vor allem für Pendler, die einen Arbeitsweg von 30 bis 50 Kilometer täglich haben. Die meisten Menschen fahren pro Tag im Schnitt 14 Kilometer mit ihrem eigenen PKW. 95 Prozent des Tages wird der PKW nicht benutzt. Trotzdem haben viele Menschen die Angst ‚Was mache ich, wenn ich eine weite Strecke fahren muss?‘.
Oliver Bohn: Unseren Kunden, die sich für einen neuen e-up! oder e-Golf entscheiden, bieten wir in den ersten zwei Jahren nach Neuzulassung für bis zu 30 Mietwagentage pro Jahr ein Fahrzeug aus der Volkswagen-Flotte für Urlaubsfahrten, Tages-, Wochen- oder Wochenendtouren an.
WOCHENBLATT: Wie wird sich der Einsatz von E-Fahrzeugen in den nächsten Jahren entwickeln?
Oliver Bohn: Ich bleibe bei meiner Aussage, dass wir die erste Million zugelassener E-Fahrzeuge in Deutschland bis 2020 erreichen werden. Dazu gehören auch die Plug-in-Hybride. Das Schöne ist doch, wenn ein Kunde bei uns von einer Probefahrt zurückkommt, sprechen alle immer nur positiv über das tolle Fahrerlebnis.
WOCHENBLATT: Müssen weitere Anreize für den Kauf von E-Fahrzeugen vom Staat erfolgen?
Jan Bauer: Ich denke nicht. Die E-Mobilität wird sich durchsetzen. Für 2020 fordert die europäische Union den CO2-Ausstoß auf 95 Gramm pro Kilometer zu senken. Das ist ohne E-Mobilität nicht machbar. Das Tempo der Elektrifizierung wird steigen, selbst wenn die Hersteller den Ausbau der Ladeinfrastruktur dafür selber in die Hand nehmen sollten. Das Tempo hängt davon ab, wie die Aufklärungsarbeit in diesem jungen Industriezweig vorangetrieben wird. Letztendlich ist der Weg der E-Mobilität eine Frage des Vertrauens. Vertrauen in eine neue Technologie, die ein lebenswertes Stadtbild mit weniger Lärm und Abgasen möglich macht. Weder die Digitalisierung noch die Elektromobilität lassen sich noch aufhalten.
WOCHENBLATT: Wie wird sich die Reichweite der E-Mobile entwickeln?
Oliver Bohn: Der neue E-Golf hat eine Reichweite von 300 km. Ab 2019 kommt die nächste Generation von E-Fahrzeugen auf den Markt. Dann soll vom Polo bis zum Touareg das jeweilige E-Modell eine Reichweite von 500 km haben. Die Forschung geht davon aus, dass wir in zehn Jahren Reichweiten von bis zu 1.000 Km haben können.
WOCHENBLATT: Werden die Autohersteller in Zukunft mehr zusammenarbeiten, was die Akkus angeht, damit die Technik kostengünstiger wird und die Hemmschwelle der Verbraucher sinkt, sich ein E-Fahrzeug anzuschaffen?
Oliver Bohn: Volkswagen plant den Aufbau einer eigenen Batteriezellproduktion in Salzgitter. Insgesamt investiert der Konzern 3,5 Milliarden Euro in die Zukunftsfelder Digitalisierung und Elektromobilität. Dafür entstehen an verschiedenen Standorten 9.000 zusätzliche Arbeitsplätze. Aktuell ‚kochen‘ die Automobilhersteller alle noch ihre eigene Suppe. Es bleibt abzuwarten ob, wann und in welcher Konsequenz eine Zusammenarbeit möglich ist.
WOCHENBLATT: Wie schnell wird es das Laden ohne Kabel - induktive Ladetechnik - geben?
Jan Bauer: Aktuell wird gerade das induktive Laden mit 3,6 kW erprobt. Das induktive Laden ist praktisch, weil kein Kabel mehr notwendig ist. Zunächst sehe ich die induktive Ladetechnik in Garagen und Parkhäusern, wo die Fahrzeuge längere Standzeiten haben. Momentan werden hier Wandladeboxen eingesetzt, die Fahrzeuge mit bis zu 11 kW laden. Schnellladung ist kontaktlos bisher nicht möglich. Dafür haben wir ein bereits ausreichendes Schnellladenetz, welches derzeit mit neuen Fördermitteln weiter ausgebaut wird. Da die Reichweiten der Fahrzeuge weiter ansteigen, werden auch die Reichweiten-
ängste der Fahrer geringer.
Oliver Bohn: Das Ziel muss es sein, alle E-Fahrzeuge innerhalb von 20 Minuten vollladen zu können. Sollte sich die E-Mobilität so durchsetzen, wie ich sie voraussehe, werden wir mit Ladesäulen aufgrund der Masse an Fahrzeugen nicht auskommen. Dann brauchen wir das induktive Laden. Von daher werden wir das Tankstellensystem so wie wir es heute kennen, in Zukunft nicht mehr sehen.
WOCHENBLATT: Hat Deutschland genügend Strom, um bei raschem Anstieg der E-Fahrzeuge ausreichend Strom zur Verfügung stellen zu können?
Jan Bauer: Ja, derzeit brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Allerdings sollen die Fahrzeuge mit Ökostrom unterwegs sein. An sich haben wir, gerade hier im Norden genug überschüssigen Windstrom, den wir nutzen könnten. Hier ist ein weiterer Ausbau der Übertragungsnetze gefragt. Es gibt zudem schon Konzepte, in denen wir später in einem „Smart Grid“ leben werden. Ein intelligentes Stromnetz, in dem wir Strom aus regenerativen Energiequellen verbrauchen, aber auch speichern und wieder einspeisen können. Hierzu gehört, dass wir Energie auch selbst produzieren.