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Firmen und Vereine - fit für die SEPA?

Nur wer sich rechtzeitig vorbereitet, kann die Vorteile der SEPA nutzen (Foto: archiv)
(ah). Zehn Wochen vor dem Start des neuen europäischen Zahlungssystems schlägt die Bundesbank Alarm: Die Nutzung ist noch immer besorgniserregend gering, Deutschland hinkt bei der Umstellung hinterher. Ab dem 1. Februar 2014 dürfen Kreditinstitute Lastschriften und Überweisungen von Unternehmen und Vereinen nur noch im SEPA-Format bearbeiten. Dann gelten im Zahlungsverkehrsraum SEPA (Single Euro Payments Area, umfasst 33 Länder) einheitliche Standards für Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen. Grundlage ist die Verwendung der internationalen Kontonummer (IBAN: International Bank Account Number) und der internationalen Bankleitzahl (BIC: Business Identifier Code). Grenzüberschreitende Zahlungen werden so schneller und preiswerter.
Doch bei vielen mittleren und kleinen Unternehmen und bei Vereinen ist SEPA noch nicht angekommen. Noch zu wenige haben ihre Vorbereitungen auf SEPA abgeschlossen „Jetzt ist in Deutschland ein Endspurt fällig“, sagte unlängst Bundesbankvorstand Carl-Ludwig Thiele. Firmen, die nicht SEPA-fähig sind, drohen ab 1. Februar 2014 vom Zahlungsstillstand.

Tipps für Firmen und Vereine, die fällige Zahlungen per Lastschrift einziehen:
1. Noch vorhandene Einzugsermächtigungen, auch SEPA-Einzüge, können Sie weiterhin nutzen. Für neue verwenden Sie bitte SEPA-Vordrucke. Statt „Einzugsermächtigung“ heißt es jetzt „Mandat“.
2. Lastschriften dürfen künftig, spätestens ab 1.2. 2014, nur noch elektronisch verarbeitet werden. Beleghafte Lastschriftvordrucke oder auch Disketten können nicht mehr angenommen werden.
3. Als zusätzliche Sicherheit im Zahlungsverkehr brauchen Sie eine Gläubiger-ID (Identifikations-nummer), die Sie kostenfrei im Internet beantragen:
www.glaeubiger-id.bundesbank.de
4. Künftig weisen Sie jedem Zahlungspflichtigen eine eindeutige Mandatsreferenz-Nummer zu. Das kann z.B. die Kunden- oder Mitgliedsnummer sein.
5. Informieren Sie den Zahler rechtzeitig über die SEPA-Umstellung und den Einzugstermin, bevor Sie Ihre erste SEPA-Lastschrift ausfertigen.

Privatkunden können bis zum 1. Februar 2016 ihre Zahlungen noch mit Kontonummer und Bankleitzahl vornehmen, danach gelten nur noch Zahlungen mit IBAN. Bankkarten können mit SEPA im EU-Binnenmarkt an noch mehr Akzeptanzstellen eingesetzt werden als bisher.