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Niedersachsen: 46.000 neue Arbeitsplätze / "Mindestlohn dämpft positive Entwicklung"

(mum). Niedersachsen kann dieses Jahr erneut auf einen Beschäftigungszuwachs in der Privatwirtschaft hoffen: Bis Ende des Jahres könnten 46.000 neue Arbeitsplätze entstehen - das entspricht einem Anstieg um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, so der Niedersächsische Industrie- und Handelskammertag (NIHK). Voraussetzung sei, dass es keine konjunkturellen Störungen wie eine Rückkehr der Schuldenkrise oder eine Eskalation der Ukraine-Krise gebe. Grundlage der Berechnungen ist der vom NIHK entwickelte Beschäftigungs-Frühindikator. Er prognostiziert die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im Privatsektor.
"Diese optimistische Prognose steht allerdings unter Vorbehalt. An den aktuellen Zahlen lässt sich eine stärkere Zurückhaltung bei den Personalplanungen der Unternehmen ablesen", sagt Frank Hesse, NIHK-Sprecher für Volkswirtschaft.
"Damit sich die derzeit positive Beschäftigungsentwicklung fortsetzt, ist die Politik gefragt", betont Hesse. Ein besseres Investitions- und Konsumklima sowie eine nachhaltige Lösung der Ukraine-Krise würden etwa zur Stärkung der Inlandsnachfrage beitragen. Mit einer effizienteren Arbeitsmarktpolitik könne man dem Fachkräftemangel in Zukunft stärker begegnen. "Die Rente mit 63 und der Mindestlohn bewirken allerdings genau das Gegenteil", kritisiert der NIHK-Sprecher.