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Radfahren und dabei helfen

Präsentieren das Bambusrad: Arne Riebesell (knieend), Geschäftsführer des Cycle Team, mit seinen Mitarbeitern (hinten v. li.) Manuel Wedrat, Ullrich Wehl, Bastian Steinke und Markus Tolle

Cycle Team in Buchholz hat Bambusfahrräder aus Ghana im Angebot

os. Buchholz. "Hinter dieser Geschäftsidee steckt vorbildliches soziales Engagement. Für mich ist das gelebte Entwicklungshilfe." Arne Riebesell, Geschäftsführer des Fahrrad-Fachgeschäfts "Cycle Team" in Buchholz, ist Feuer und Flamme für das Projekt "My Boo". Seit Kurzem hat Riebesell Bambus-Fahrräder in seinem Angebot, deren Rahmen ausschließlich im 800-Seelen-Dorf Yonso im afrikanischen Staat Ghana hergestellt werden. Die außergewöhnlichen Drahtesel kosten ab 2.000 Euro.
Initiiert wurde "My Boo" von Jonas Stolzke und Maximilian Schlay. Über einen Bekannten, der in Ghana sein freiwilliges soziales Jahr absolvierte, erfuhren die Kieler Studenten von dem Projekt, Bambus-Fahrräder herzustellen und von dem Verkauf die Ausbildung junger Menschen vor Ort zu finanzieren.
In Yonso fertigen die Mitarbeiter in rund 90-stündiger (!) Handarbeit jeden Fahrradrahmen einzeln an. Damit die Drahtesel die europäische Fahrradnorm erfüllen, wurden in Deutschland spezielle Rahmenhaltevorrichtungen entwickelt und nach Ghana transportiert. Die Bambusteile werden mit Hanf verzurrt und mit einem speziellen Kunstharz versteift und haltbar gemacht. "Die Fahrräder sind genauso stabil wie Räder mit Aluminium- und Stahlrahmen", berichtet Arne Riebesell. Die Endmontage der Bambusräder wird in Kiel vorgenommen.
Den Kontakt zu "My Boo" stellte Cycle Team-Mitarbeiter Bastian Steinke auf der Fachmesse "Eurobike" in Friedrichshafen her. Arne Riebesell fand sofort Gefallen an dem Projekt und fuhr ein Bambusrad zur Probe. "Es fühlt sich sehr gut an", schwärmt Riebesell. Weil ein Naturprodukt verbaut werde, sei jedes Bambusrad ein Unikat. Mit Griffen und Schutzblechen aus Holz und Ständern aus Bambus kann es individuell ausgebaut werden. Arne Riebesell ist sicher, dass "My Boo" in Deutschland Erfolg haben kann: "Diese Räder sind das Richtige für Radfahrer mit sozialer Ader!"