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Volle Konzentration aufs Tagesgeschäft

Steuern die Sparkasse bis März 2018 gemeinsam: die Sparkassen-Vorstandsmitglieder (v. li.) Andreas Sommer, Heinz Lüers und Frank Jäschke

So stellt sich die Sparkasse Harburg-Buxtehude bis zum Ausscheiden des Vorstandsvorsitzenden Heinz Lüers im März 2018 auf

(os). Zeitig hat die Sparkasse Harburg-Buxtehude die Nachfolge für den Vorstandsvorsitzenden Heinz Lüers (61) geregelt, der zum 31. März 2018 in den Ruhestand gehen wird. Wie berichtet, soll dann Vorstandskollege Andreas Sommer (48) auf Lüers an der Spitze der Sparkasse folgen. Wie geht es in der verbleibenden Zeit von Lüers weiter? Welche Weichen müssen gestellt werden? Darüber sprachen WOCHENBLATT-Geschäftsführer Stephan Schrader und Oliver Sander, Redaktionsleiter der Buchholzer WOCHENBLATT-Redaktion, in der Sparkassen-Zentrale in Hamburg-Harburg mit Heinz Lüers, Andreas Sommer und dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Frank Jäschke (56).
„Wir werden die kommenden knapp zwei Jahre sinnvoll nutzen und uns auf unser Tagesgeschäft konzentrieren“, betont Andreas Sommer. „An unserer gut praktizierten Aufgabenteilung wird sich dabei nichts ändern“, ergänzt Heinz Lüers. Er verantwortet die Gesamtbanksteuerung und Marktfolge, Sommer das Privatkundengeschäft sowie das Vertriebsmanagement und Jäschke den Firmen- und Immobilienkundensektor sowie das Private Banking. Die Abstimmung werde in den kommenden Monaten noch wichtiger, erklärt Lüers. Manche Entscheidungen könnten schließlich auch für die Zeit nach seinem Ausscheiden relevant sein.
Ob der Vorstand dann weiter aus drei Personen bestehen soll, sei eine Entscheidung des Verwaltungsrats, erklärt der Vorstandsvorsitzende. Die Entscheidung für Sommer als Nachfolger fiel übrigens auch dadurch, dass Jäschke sich nicht offiziell bewarb. „Ich hatte meinen Hut in den Ring geworfen, als noch im Raum stand, dass auch ein externer Bewerber kommen könnte“, erklärt Jäschke. Nachdem diese Option durch den Verwaltungsrat verworfen wurde, habe er sich gegen eine Bewerbung entschieden. „Der direkte Kontakt zu den Kunden liegt mir sehr am Herzen. Diese Kontakte kann ich weiter pflegen“, so Jäschke, der betont, dass er sich mit Sommer hervorragend verstehe und sich auf die Fortführung der Zusammenarbeit freue.
Drei wichtige Arbeitsfelder sieht das Vorstandstrio für die kommenden knapp zwei Jahre: die Bewältigung der Niedrigzins-
phase, den demographischen Wandel und die Digitalisierung. „Die Niedrigzinsphase macht die Arbeit für uns deutlich schwieriger“, erklärt Lüers. Gerade bei der Ertragslage mache sich das bemerkbar. Sommer rät Kunden, ein gewisses Maß an Risiko einzugehen und z.B. in Fonds zu investieren.
„Unsere ganzheitliche Beratung der Kunden wird dadurch noch wichtiger“, verdeutlicht Jäschke. Man sei sich der Verantwortung, die Kunden umfassend zu beraten und ihnen dann eine Empfehlung zu geben, sehr bewusst. Trotz der niedrigen Zinsen sei die Sparkasse mit einem ausgewogenen Verhältnis von Einlagen und Krediten gut aufgestellt. Die Sparkasse werde auch weiterhin in der Region aktiv bleiben, verspricht der Vorstand. „Wir werden uns nicht in Geschäftsfelder begeben, von denen wir wenig verstehen, nur um neue Erträge zu generieren“, erklärt Sommer.
Auch beim demographischen Wandel setzt die Sparkasse auf seine Beratungskompetenz. „Durch unsere regionale Präsenz haben wir die Riesenchance, für Kunden jeden Alters in der globalen Welt ein Halt zu sein“, erklärt Lüers.
Deshalb solle das Filialnetz der Sparkasse vom Grundsatz auch in seiner jetzigen Form bestehen bleiben. Schließungen seien derzeit nicht geplant.
Stichwort Digitalisierung: Der Sparkassen-Vorstand geht davon aus, dass die Symbiose aus stationärem Filialnetz und dem Internet in Zukunft noch stärker wird. „Wir wollen das Beste aus beiden Welten zusammenführen“, betont Lüers. Er rechnet damit, dass sich künftig noch mehr Kunden vorab im Internet über Produkte und Dienstleistungen erkundigen und dann im persönlichen Gespräch mit einem Berater eine Entscheidung treffen. Dieser persönliche Kontakt sei besonders wichtig, da er einen Mehrwert gegenüber dem Internet darstelle. Serviceleistungen würden sich dagegen weitgehend ins World Wide Web verlagern, erklärt Lüers. So würde z.B. die Sperrung einer Karte kaum noch am Schalter erfolgen, sondern über die Internetseite der Sparkasse.
Fazit: Heinz Lüers wird in der verbleibenden Zeit weiter mit voller Kraft an den aktuellen Themen arbeiten. Andreas Sommer: „Ich bin total entspannt und sicher, dass wir drei Kollegen im Vorstand gemeinsam weiter eine gute und vertrauensvolle Arbeit machen werden und freue mich auf die neue Herausforderung.“